Enzweihingen – Rund vier Monate hat der Bau der Enzweihinger Schulmensa gedauert. Danach ging sie in Testbetrieb. Am Montag wird die Essensausgabe der Grund- und Hauptschule nun offiziell eingeweiht.
Früher waren rechts vom Eingangsbereich der Enzweihinger Grund- und Hauptschule ein großer Abstellraum und eine Bücherei untergebracht. Seit ein paar Monaten ist alles anders: Wo früher Putzzeug, Unterrichtsmaterialien und andere Gegenstände lagerten und dort wo früher Bücher ausgeliehen werden konnten, ist jetzt eine Mensa untergebracht. Rund 100 Quadratmeter groß, mit Platz für bis zu 60 Schüler. „Der Bau hat etwa 75000 Euro gekostet“, sagt Klaus Boden vom Vaihinger Hochbauamt.
Die Bauarbeiten starteten im Juni des vergangenen Jahres. Vier Monate später waren die Handwerker fertig. Seit November befindet sich die Mensa für die Grund- und Hauptschüler im Testbetrieb. Am kommenden Montag wird sie offiziell eingeweiht. Zum Eröffnungsessen kommen unter anderem Oberbürgermeister Gerd Maisch, Enzweihingens Ortsvorsteher Eduard Aldinger, Schulrat Michael Karle und der Elternbeiratsvorsitzende Thomas Wenzler. „Was es gibt, wird noch nicht verraten“, sagt Schulleiter Heinz Albrecht.
Das Essensangebot der Schule richtet sich vor allem an die Schüler der Kernzeiten- und der Ganztagesbetreuung. Daran nehmen knapp 40 Kinder teil. Im Schnitt werden bisher von Dienstag bis Donnerstag täglich 13 Portionen ausgegeben. „Das ist noch ein bisschen dürftig, vielleicht wird es aber noch mehr“, sagt Albrecht, der auch weiß, dass viele der Hauptschüler lieber Fast Food konsumieren.
Zur Auswahl stehen in Enzweihingen jeweils zwei Gerichte, eines mit Fleisch und eines für Vegetarier. Geliefert werden die Mahlzeiten von der Oberriexinger Metzgerei Langhans. Von dort aus werden auch die Schulen in Oberriexingen und Kleinglattbach beliefert. „Wir legen Wert darauf, dass wir ein ausgewogenes und gesundes Angebot haben“, sagt Albrecht. Zu beinahe jedem Gericht gibt es deshalb Reis oder Salat. Aber auch Süßes ist zur Abwechslung auf der Karte zu finden: Neben Cevapcici, Gemüsemaultaschen und Zigeunerschnitzel steht zum Beispiel Kaiserschmarrn auf dem Menüplan. Serviert wird von Hausmeistergattin Melitta Schobel. Die Essenmärkchen verkauft ihr Mann.
Bis zum Bau der Mensa war es kein einfacher Weg. „Die Planungszeit war relativ lange“, erinnert sich Klaus Boden. Zuerst sei ein anderer, kleinerer Standort vorgesehen gewesen. Der alte Hauswirtschaftsraum hätte zur Mensa werden sollen. „Damit war aber eigentlich niemand glücklich“, sagt Boden. Als klar wurde, dass die Bücherei ins Große Haus in der Ortsmitte zieht, sei die Entscheidung gefallen, die Mensa an ihrem jetzigen Standort zu bauen. „Ich glaube, dass das die beste Lösung war“, ist sich Boden sicher
Philipp-Marc Schmid
