Hohenhaslach (elf) – Einen Rückblick auf das vergangene sowie eine Ausblick auf das laufende Jahr gab es gestern bei der Bürgerversammlung 2009 der Stadt Sachsenheim in der Kirbachtalhalle in Hohenhaslach. Dabei kamen nicht nur Bürgermeister Horst Fiedler, sondern auch die Bürger zu Wort.
Die Voraussetzungen für eine informativen und zugleich geselligen Vormittag stimmten: Nach der Rede des Bürgermeisters wurden Stehtische und Sitzgruppen aufgebaut, die Landfrauen aus den Ortsteilen hatten Häppchen im Angebot, aus Spielberg lockte der Muskattrollinger und die Klasse 8 der Kirbachschule boten Kuchen an. Und was Horst Fiedler den rund 250 Interessierten über die aktuelle Situation der Stadt zu sagen hatte, hörte sich für die auch zufriedenstellend an.
Der Sachsenheimer Rathauschef startete mit dem Thema Bildung. So sei es ihm wichtig, schon für Kinder im Kleinkindalter Angebote parat zu haben. Ein Beleg dafür sei die Kinderkrippe in Großsachsenheim mit 50 Plätzen. Dem enormen Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren werde man in Großsachsenheim sowie in Kleinsachsenheim gerecht. Der Bedarf solle allerdings noch ausgebaut werden. Bei Verhandlungen mit der evangelischen Kirche als potenziellen Träger habe es bereits ein positives Signal gegeben. „Nun muss noch der Kirchenbezirk sein Wort dazu geben“, sagte Fiedler. Im Kindergarten Arche Noah soll es bald eine neue Gruppe geben. Für die Kinder ab drei Jahren gebe es in der Grundschule in Großsachsenheim ein Ganztagesangebot.
Mit dem Neubau der Mensa samt Jugendhaus werde derzeit an einem wichtigen Stück Bildungsarbeit gearbeitet. „Da werden wir am Ende ein richtiges Campus-Gelände haben“, freute sich der Bürgermeister und brach in seinem Vortrag eine Lanze für die Kirbachschule, die einen außerordentlich guten Ruf genieße. In der Hauptschule gebe es eine gute Übergangsquote in die Ausbildung, weshalb er sich dafür einsetze, dass sie trotz Einzügigkeit nicht geschlossen wird. Das Land habe ihm schriftlich und mündlich mitgeteilt, dass die Hauptschule Bestand habe, solange immer eine Klasse zusammenkomme.
Als aktuelle Hochbaumaßnahmen erwähnte Fiedler den Umbau der Pfarrscheuer in Ochsenbach, die abgeschlossene energetische Sanierung des Kindergartens Arche Noah in Großsachsenheim sowie die Mehrzweckhalle in Kleinsachsenheim, die ebenfalls renoviert wurde und unter anderem eine neue Heizung bekam. Sie wurde an die Biogasanlage Kleinsachsenheim angeschlossen und wird somit durch Nahwärme versorgt.
Ein großes Augenmerk legt Bürgermeister Fiedler auf die Erhaltung der Infrastruktur in Sachsenheim. So koste die Sanierung der Bahnhofstraße in Großsachsenheim 450000 Euro. „Da wird viel Geld vergraben, doch Straßen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Infrastruktur“, so Fiedler. Er lege auch Wert auf die Verdichtung im innerörtlichen Bereich und erwähnte als Beispiel das neue Baugebiet Schelhalde in Hohenhaslach.
Bei der Fragerunde wollte ein Bürger wissen, wie es sich mit dem Ausbau der Straße nach Bietigheim-Bissingen verhält. Beide Städte würden gemeinsam daran arbeiten, sagte Fiedler. Er gehe davon aus, dass die Straße spätestens 2010 realisiert werden würde. Die Realisierung des DSL-Anschlusses für Hohenhaslach hänge vor allem am Willen der Deutschen Telekom, sagte der Bürgermeister auf entsprechende Nachfrage. Er sei zuversichtlich, dass es bald grünes Licht dafür geben würde. Eine weitere Bürgerin erkundigte sich nach stationären Verkehrsüberwachungsanlagen an den Ortsein- und -ausgängen von Hohenhaslach. Fiedler antwortete, dass vor allem in der Horrheimer Straße Bedarf bestehe, wo laut aktueller Messung durchschnittlich 62 km/h schnell gefahren werde. Das Landratsamt wolle dem Problem mit baulichen Maßnahmen, die den Verkehr bremsen, entgegentreten.
