Oberriexingen (ub) – Bis zur Wahl sind es zwar noch über fünf Monate hin, aber der erste Kandidat steht bereits fest: Werner Somlai (55) möchte die Nachfolge des Oberriexinger Bürgermeisters Willi Baur antreten.
Am 5. Juli müssen die Bürger des 3100 Einwohner zählenden Städtchens an der Enz an die Urnen. Dann wird der Nachfolger des dienstältesten Schultes im Landkreis Ludwigsburg gewählt. Baur muss dann mit 67 Jahren altershalber das Amt niederlegen.
Werner Somlai (Bild), seit September 1982 Kämmerer in Oberriexingen, will dann den Sprung an die Spitze der Verwaltung wagen. Der gebürtige Enzweihinger zur VKZ: „Ich möchte als Chef die Stadt weiterentwickeln.“ Seit acht Jahren wohnt Somlai mit seiner Familie (verheiratet, eine Tochter) in Oberriexingen. 1986 hat sich Somlai bereits in Gemmrigheim und 1990 in Wiernsheim als Bürgermeister beworben. „Das ist für mich noch einmal Motivation, als Bürgermeister die Verwaltung in Oberriexingen zu leiten.“ Für den Wahlkampf rechnet Somlai mit vier bis fünf Kandidaten.
Ein möglicher Bewerber, der Vaihinger Grünen-Stadtrat Armin Zeeb, winkt derzeit ab. Nach der Bürgermeister-Wahl in Eberdingen, wo Zeeb Gegenkandidat zu Bürgermeister Peter Schäfer war, habe es „strategische Überlegungen“ für eine Kandidatur in Oberriexingen gegeben. Jetzt konzentriert sich Armin Zeeb mehr auf seinen Beruf. „Eine Kandidatur kommt nur in Frage, wenn ich stark gefragt werde. Dann werde ich es mir noch einmal überlegen.“
Willi Baur wurde am 25. Mai 2003 mit 87,83 Prozent der abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung bei 41,77 Prozent) in seine fünfte Amtsperiode gewählt. Ernsthafte Gegenkandidaten hatte er mit Werner-Albert Rieger und Werner Tereba nicht. Baur trat am 2. August 1971 sein Amt als Bürgermeister von Oberriexingen an. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit musste er nicht nur um seinen Job, sondern gleich um die ganze Gemeinde kämpfen und konnte die drohende Eingemeindung nach Sersheim verhindern.
