Mensa in Oberriexinger Schule eingeweiht
Oberriexingen (elf) – Sie wurde am Ende eine teure Angelegenheit, die Mensa der Oberriexinger Grundschule, die gestern offiziell eingeweiht wurde. 400000 statt vorgesehene 200000 Euro hat das gute Stück gekostet. Dafür ist es auch eine „architektonisch ansprechende Mensa“ geworden, wie Bürgermeister Willi Baur feststellte.
Mit 5,5 Monaten wurde die Mensa der Oberriexinger Grundschule nahezu in Rekordzeit gebaut. Gestern noch legten die Handwerker auf dem Dach letzte Hand an. Dabei gestaltete es sich nicht einfach, ein Konzept für die Planung und Errichtung der Kantine zu finden, wie Architekt Peter Haug erwähnte. So meldeten sich beispielsweise Nachbarn, die verhindern wollten, dass die Mensa zu nahe an sie heranrückt. Das erste Baugesuch, das eingereicht wurde, fand beim Landratsamt keine Genehmigung, weil Einsprüche nicht zu beseitigen gewesen waren. Dann musste die Stadt die Zusage machen, an der Ostseite der Mensa Fenster anzubringen, die nicht geöffnet werden können. Nach anderthalb Jahren Planung konnte schließlich im Sommer 2008 mit den Bauarbeiten begonnen werden.
„Maßgebend war, eine kurze Bauzeit zu erreichen“, sagte Architekt Haug. So wurden die Wände aus Fertigteilen errichtet und Materialien verwendet, die keine langen Trockenzeiten beanspruchten. Dafür wurde der aufkommende Wunsch berücksichtigt, als Oberlicht Fenster an der Decke einzubauen. So haben sich die Baukosten am Ende nahezu verdoppelt. 340000 machte das Bauvorhaben aus, mit 60000 Euro schlug die Küche zu Buche. Ein Zuschuss, dessen Bewilligung noch aussteht, wurde beantragt.
„Der Gemeinderat hat trotz ständig steigender Kosten am Projekt festgehalten“, lobte Bürgermeister Willi Baur. „Wer einen solchen Bau anregt und die Finanzierung bewilligt, erkennt auch die Notwendigkeit und denkt an die Zukunft.“ Eine Ganztagesbetreuung der Schüler werde immer stärker nachgefragt; im Rahmen der Kernzeitenbetreuung biete dies die Oberriexinger Grundschule auf freiwilliger Basis an. Nun hoffe er, dass sich Schüler und Betreuer im neuen Speise- und Aufenthaltsraum wohlfühlen. Dazu beitragen werde sicherlich auch der Partyservice Bernd Langhans, der die Schule schon seit geraumer Zeit mit Essen versorgt.
Schulleiterin Ingrid Jäger-Gutjahr freute sich, dass das Projekt so schnell realisiert werden konnte. Sie wies auf die Gestaltung der Mensa hin, in der die Farbe grün dominiert – die Farbe der Hoffnung, das Symbol für Wachsendes und Sprießendes. In Richtung Willi Baur betonte sie, dass die Mensa ohne die „massive Energie, die Sie hier reingesteckt haben, so nicht realisiert worden wäre“. Während der Bauzeit hätte die Kernzeitbetreuung übrigens im nahe gelegenen Kindergarten stattgefunden.
