Feuerwehr-Hauptversammlung in Oberriexingen
Oberriexingen (ub) – Der Countdown läuft. Für den Oberriexinger Bürgermeister Willi Baur war die Feuerwehr-Hauptversammlung am Samstagabend die letzte in seiner Amtszeit. Baur nutzte den Termin für ein Dankeschön an die derzeit 36 Feuerwehrangehörigen.
Die Feuerwehr sei in den vergangenen Jahrzehnten in einem Umbruch, der sowohl vom Personal, wie auch von der Technik ein hohes Maß an Fortbildung und Modernisierung verlangt habe. Baur: „Ich kann heute sagen, dass sich die Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der Stadt diesen Anforderungen gestellt hat.“ Es seien Jahre verantwortungsbewusster Arbeit, Einsatz und steter Bereitschaft im Dienste der Bürgerschaft. „Mit dieser vorbildlichen Gesinnung sind die Feuerwehrleute geradezu zum Sinnbild des guten Willens und der aktiven Nächstenliebe geworden.“
Die Feuerwehr sei aber auch ein Beispiel dafür, dass ehrenamtlicher Dienst nicht nur anderen, sondern auch sich selbst Freude mache. Die Feuerwehrkameraden verstünden, den Gemeinsinn zu pflegen und Feste zu feiern. „Diese Mischung aus zielstrebiger Arbeit und unbeschwerter Lebensfreude sollte auch künftig die Basis dafür darstellen, dass unserer Wehr der Nachwuchs nicht fehlt“, so Baur.
In seinem Bericht sprach Kommandant Martin Schray von einem „eher ruhigen Jahr“: Es gab fünf Brandeinsätze, von denen sich drei als Fehlalarme herausstellten, einen technischen Hilefeleistungseinsatz, eine Feuerwehrsicherheitswache, zwei Absicherungsmaßnahmen und einen Wespeneinsatz. Apropos Wespen: Seit diese Einsätze kostenpflichtig sind, sei das Einsatzaufkommen in diesem Bereich stark rückläufig.
Die einzelnen Einsätze für die Oberriexinger Wehr: Am 19. Februar brannte es in der Seitenstraße. Durch das Feuer im Abstellraum im Erdgeschoss sei das Gebäude stark verraucht gewesen. Am 1. März wurde durch Blitzschlag ein Gebäude in der Römerstraße getroffen. Schray: „Der Blitzeinschlag setzte Gegenstände auf dem Dachboden sowie kurioserweise durch die entstandene Überspannung einen Lüftermotor im Bad im Untergeschoss in Brand.“ Eine Meldung am 14. Oktober stellte sich als böswilliger Fehlalarm heraus: Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde zu einem Verkehrsunfall mit drei schwer verletzten Personen im Bereich des alten Sportplatzes gerufen. Als die Helfer eintrafen, merkten sie, dass der Anrufer gelogen hatte.
Als wichtiges Vorhaben für 2009 bezeichnete Martin Schray die Ersatzbeschaffung des Mannschaftstransportwagens. Im Haushaltsplan der Stadt sind Mittel in Höhe von 50000 Euro bereit gestellt.
Bei der Hauptversammlung am Samstagabend im Gerätehaus wurde Rainer Schray für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet. Schray, der Schriftführer, Gruppenführer und zuständig für die Kleiderkammer war, verlässt jetzt aber die Feuerwehr. Matthias Büchner wurde an diesem Abend zum Oberfeuerwehrmann befördert.
