Dienstag, 22. Mai 2012

Kirchengemeinde Oberriexingen




Kirchengemeinde Oberriexingen
Kirchengemeinde Oberriexingen

Oberriexingen (p) – Der 3000-Seelen-Ort Oberriexingen ist die kleinste Stadt im Landkreis Ludwigsburg. Die Georgskirche mit ihrem trutzigen Turm prägt das Stadtbild. Die Kirchengemeinde freut sich, dass sie in die gut funktonierende Gemeinschaft fest mit eingebunden ist.

Bei fast allen Aktivitäten der Kirchengemeinde sind die Partner der örtlichen Vereine und Organisationen dabei. Man hilft sich gegenseitig mit Räumlichkeiten, Fahrzeugen, Material, Spezialkenntnissen, Kontakten, Helfern und auch mit Geld. Die Kirchengemeinde versucht ihrerseits, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Traditionell sind nur wenige Oberriexinger nicht Mitglied in einem oder mehreren Vereinen.

Die gegenseitige Teilnahme an Veranstaltungen ist Ehrensache. Keine so feste Tradition hat der sonntägliche Kirchgang. Wo es in benachbarten Orten in vielen Familien eines besonderen Grundes bedarf, sonntags einmal nicht zum Gottesdienst zu gehen, bedarf es bei der überwiegenden Zahl der Oberriexinger Familien dagegen eines guten Grundes, zum Gottesdienst zu gehen. Ist der gegeben, dann geht man schon hin. Doch allein die Tatsache, dass Sonntag ist, reicht hierfür in der Regel nicht aus. Darum versucht die evangelische Kirchengemeinde, deren 1500 Mitglieder ziemlich genau die Hälfte aller Oberriexinger darstellen, viele besonders gute Gründe zur Teilnahme am Gottesdienst zu bieten. Beispielsweise mit Theater im Gottesdienst, den Krippenspielen und den Auftritten des Kindergartens. Eher meditativ präsentieren sich die ökumenischen Taizé-Gottesdienste. Viele Gottesdienste werden außerhalb der Kirche gefeiert, zum Beispiel auf der Insel, dem Sportplatz, einem Bauernhof, einer Ruine oder dem Friedhof.

2008 haben Künstler die Verkündigung mit Werken und Installationen bereichert. Über Ostern sollen vom 5. bis 19. April bei einer Ausstellung sämtliche Werke von der Eingangstüre bis zu den Glocken im Kirchturm noch einmal präsentiert und auch zum Verkauf angeboten. Immer präsent ist das große Wandbild aus dem Jahr 1910, auf dem eine Szene aus der Bibel vor der Kulisse Oberriexingens dargestellt ist. Die Bandbreite der Konzerte in der Georgskirche reicht von Kirchen- bis Popmusik, von Harfe bis Posaune und vom Solo bis hin zum Orchester. In der Kirche gibt es eine sehr wohlklingende Orgel – und die Menschen, die darauf spielen können. Die Kirchencombo „Pro Musica“, der Kirchenchor Großsachsenheim, der Gesangverein „Vulkania“ und die Stadtkapelle sind starke Partner.

Viele junge Familien mit Kindern sind zugezogen. Zur besseren Integration dienen Eltern-Kind-Gruppen. Über Kleinkinder- und Familiengottesdienste führt der Weg zur Kinderkirche, die parallel zum Hauptgottesdienst stattfindet und gemeinsam mit den Erwachsenen in der Georgskirche beginnt. Für die Sommerferien sind die dritten ökumenischen Kindertage geplant. Auch in der Bücherei im Gemeindehaus sind Kinder und Jugendliche die Hauptzielgruppe. Kindergartengruppen und Schulklassen sind regelmäßig zu Gast. Die Bücherei hat nach Gottesdiensten und am Montagnachmittag geöffnet.

Am Übergang vom Kind zum Jugendlichen halten die Jungscharen ihr Angebot bereit. Eigens für die Jugendgruppen wurde auf der Bühne der Georgskirche ein Raum eingerichtet – samt Billardtisch und Tischtennisplatten. Dort trifft sich auch der Jugendkreis, ebenso wie die übrigen Gruppen ein ökumenisch offenes Angebot. Altersgerechtes Spielen, Toben und das Erleben von Gemeinschaft sind kombiniert mit dem Erlernen christlicher Werte und Umgangsformen.

Zu Jahresbeginn startet mit dem Religionsunterricht für Erwachsene ein für Oberriexingen völlig neues Angebot. Nach Ostern wird die Gruppe der „Klosterfrauen“ einige Tage ins Kloster gehen. Im Herbst sollen dann auch Männer mitgenommen werden auf einen Teil des Jakobsweges in der Nähe von Speyer.

Viele Menschen warten zu Hause auf einen Besuch zur Unterbrechung des Alltags oder zur Anteilnahme bei Krankheit und Trauer. Ehrenamtliche ergänzen den Dienst der Pfarrer. Neu gegründet wurde das „Trauerbistro“, zu dem sich Trauernde im Seniorenstüble bei Margot Rückert treffen. Pfarrerin Gratz bietet zudem eine Trauergruppe in Vaihingen an.

Einen hohen Stellenwert genießt in Oberriexingen die Ökumene. Ein Arbeitskreis der evangelischen, evangelisch-methodistischen und römisch-katholischen Kirche gestaltet gemeinsame Gottesdienste und Andachten an wechselnden Orten. Ein fester Bestandteil ist der Besuch der Messe zum Andreasfest durch die evangelischen Gemeindeglieder, die an diesem Sonntag keinen eigenen Gottesdienst feiern.

Ein Segen für die kirchlichen Gebäude – und für die Kasse der Gemeinde – waren die „Freunde der Georgskirche“ und sind noch die Männer der „Schnellen Eingreiftruppe“. Letztere arbeiten noch im Bereich des Pfarrgartens, um den Bereich rings um die Kirche aufzuwerten. Ohne diese beiden konfessionsübergreifenden Gruppen wären die Maßnahmen nicht möglich gewesen. Neu gegründet hat sich aus aktuellem Anlass eine Energiespartruppe, die unter dem Signet des „Grünen Gockels“ derzeit Verbräuche erhebt. Danach will sie Möglichkeiten zur sinnvollen Energieeinsparung vorstellen.




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