Dienstag, 22. Mai 2012

Im Glauben gemeinsam unterwegs sein




Vaihinger Kirchengemeinderat: Der Zusammenhalt soll gestärkt werden.
Vaihinger Kirchengemeinderat: Der Zusammenhalt soll gestärkt werden.

Vaihingen (p) – Für die kirchliche Arbeit von Dekan Hartmut Leins und Pfarrer Thomas Moser in Vaihingen gilt das Motto: „Gemeinsam unterwegs sein im Glauben“. Die Menschen sollen im persönlichen Glauben gestärkt werden, zugleich aber auch Gemeinschaft mit anderen Christen erleben und miteinander ins Gespräch kommen.

Die große Zahl der Gemeindeglieder bietet die Möglichkeit zu vielfältiger kirchlicher Arbeit. Sie erschwert aber auch den persönlichen Kontakt untereinander. Darum hat die Begegnung im Kirchcafé nach den Gottesdiensten und in den Chören, Gruppen und Kreisen der Gemeinde einen hohen Stellenwert. Die Stärkung der Gemeinschaft ist auch Thema im Kirchengemeinderat, der sich mit den Ergebnissen der Visitation im Jahr 2008 beschäftigt.

In der Kirchengemeinde Vaihingen gibt es kaum einen Monat ohne besondere Veranstaltungen. Allianzgebetstage im Januar und Vortragsreihen der Erwachsenenbildung im Februar bilden den Auftakt. Viermal jährlich finden Bibelabende statt, dazu kommen Kirchplatzfest, Erntebittgottesdienst und Gottesdienst im Grünen beim Schloss. Die Kirchengemeinde beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals, bietet im Herbst Kinderbibeltage an und veranstaltet Schülergottesdienste am Buß- und Bettag.

In manchen Bereichen übernimmt die Kirchengemeinde Mittelpunktfunktionen auch für umliegende Gemeinden und den Kirchenbezirk. Dazu gehören Veranstaltungen wie in Kürze die Reihe „Auf dem Weg zum Göttlichen – Weltreligionen in Bezug zum Christentum“. Besondere Möglichkeiten bietet die Verzahnung und Kooperation mit Angeboten des Kirchenbezirks, die in der Kernstadt angesiedelt sind. Das gilt besonders für diakonische Hilfen, die gemeinsam durchgeführt werden.

Eine besondere Bedeutung für die Vaihinger Kirchengemeinde hat die Stadtkirche. Sie bildet baulich gesehen eine besondere Herausforderung – beispielsweise bei der großen und mi drei Millionen Euro auch sehr kostspieligen Außenrenovierung in den Jahren 1989 bis 2001. Mit ihrem bis zu 20 Meter hohen, weiten Raum lädt sie ein zu festlich gestalteten Gottesdiensten, in denen sich Lieder, Kirchenmusik und die Klänge der Orgel entfalten. Der Gottes-dienst am Sonntag hat für die Pfarrer eine besondere Bedeutung. Um jede Woche mit Ruhe und Besinnung zu beginnen, bilden die vielfältigen Gottesdienste in der Stadtkirche gleichsam eine durch das Jahr führende Perlenkette. Einbezogen werden kirchliche Festzeiten und Feiertage, Taufen und Abendmahlsfeiern, Jubiläen und besondere Anlässe. Zweimal jährlich können Gottesdienstbesucher die sonst nur in anderen Landeskirchen übliche Deutsche Messe mit gesungener Liturgie erleben.

Neben der Kinderkirche gibt es ein besonderes gottesdienstliches Angebot für Kinder und Eltern am Wolfsberg. Im Vorraum des Kindergartens am Tannenweg finden dort monatlich ein Krabbelgottesdienst und ein Gottesdienst für Kinder und Erwachsene statt. Kleinkinder und ihre Eltern treffen sich in Krabbelgruppen. Im Andreähaus treffen sich mehrere Jungschar- und Jugendgruppen. Zeitweilig gibt es im Gewölbekeller eine offene Jugendarbeit oder ein Konfirmandencafé. Im Sommer spielt sich ein Teil der Jugendarbeit auf dem Gelände beim „Häusle am Auricher Berg“ ab. Wichtig für die Jugendarbeit ist, dass in Diakonin Daniela Kast seit September eine Halbtageskraft zur Verfügung steht. Im Jahr 2009 sollen Schwerpunkte und Ziele der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde diskutiert werden.

Für viele junge Leute bildet die Konfirmandenarbeit neben dem Religionsunter-richt den ersten intensiven Kontakt mit dem kirchlichen Leben. Er wird zurzeit von 44 Mädchen und Jungen besucht. Neben dem Unterricht und dem Gottesdienstbesuch gibt es im Lauf des Konfirmandenjahres eine Reihe von Höhepunkten wie Wochenendfreizeit und Gemeindepraktikum.

Einen besonderen Schwerpunkt in der Kirchengemeinde bildet die Kirchenmusik. Die Arbeit von Bezirkskantor Hansjörg Fröschle, zugleich Kantor an der Stadtkirche, trägt ihre Früchte in den beiden Kinderchören und dem Chor der Stadtkirche. Der Diakoniechor ist einzigartig in Württemberg. Der Bläserkreis gestaltet Gottesdienste und Veranstaltungen mit, außerdem ist er beim Turmblasen von der Kirchturmplattform zu hören. Konzerte in der Stadtkirche, beispielsweise am Abend des Maientags, runden das Angebot ab.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Kirchengemeinde ihren beiden Kindergärten, dem 1877 von Johann H. Franck gestifteten Franck-Kindergarten und dem Martha-Beitter-Kindergarten, der an eine Unterstützerin der sozialen Arbeit erinnert. In den vergangenen Jahren wurden die Außenanlagen beider Kindergärten neu gestaltet. Derzeit wird der Franck-Kindergarten umgebaut und für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren sowie für die Ganztagesbetreuung ausgestattet. Beide Kindergärten sind ins Gemeindeleben integriert und tragen zu Gottesdiensten bei.
Seit Jahrzehnten gibt es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der katholischen und der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde. Im Juli wird zum 30. Mal die ökumenische Woche mit gemeinsamen Veranstaltungen und Gottesdiensten stattfinden. Der Bibelsonntag, der Weltgebetstag der Frauen, der ökumenische Frauenadvent, das monatliche Taizé-Gebet, Schülergottesdienste, der Maientagsgottesdienst und alle drei Jahre ein ökumenischer Silvestergottesdienst sind Zeichen dieser Kooperation.




Seitenanfang