Sersheim/Kleinglattbach (elf) – Einen Durchschnittspreis von rund 56 Euro für den Festmeter Brennholz lang bezahlten die Kunden beim Brennholzverkauf am Samstag bei der Sersheimer Waldhütte. Bei den Flächenlosen wurden für den Raummeter durchschnittlich 23,80 Euro bezahlt.
Revierförster Ulrich Weik wirkte etwas angeschlagen. „Eigentlich würde ich ins Bett gehören“, sagte der von einer Erkältung geplagte Mann. Stattdessen stand er am Samstagvormittag bei deftigen Minusgraden auf einem Anhänger und versteigerte gemeinsam mit dem Sersheimer Bürgermeister Jürgen Scholz Brennholz. Wenigstens hatte er warme Füße, denn dafür sorgten kleine Heizungen in seinen Schuhen. „Bieten Sie fleißig, damit wir zügig fertig werden“, lautete sein Appell an die rund 200 Interessenten.
Der gemeinsame Verkauf von Brennholz der Gemeinde Sersheim und des Kleinglattbacher Staatswaldes an der Sersheimer Waldhütte genießt Tradition. Früher hat es sich jeweils alleine nicht gelohnt, heute hat es sich gut eingespielt. Dennoch hatten Revierförster Weik und Bürgermeister Scholz eine Neuheit im Gepäck: Eine Barzahlung des ersteigerten Brennholzes gab es erstmals nicht mehr. Scheck, Einzugsermächtigung oder Rechnung lautete die Devise. „Das hat den Vorteil, dass die Leute nicht mehr so viel Geld mitnehmen müssen“, sagte Weik.
380 Festmeter Brennholz lang und 400 Raummeter Flächenlose kamen unter den Hammer. Die Flächenlose gab es in verschiedenen Größen: Lose von anderthalb bis zwei Raummeter, aber auch von zwölf bis 15 Raummeter waren zu bekommen. Damit wurde auf entsprechende Wünsche seitens der Kundschaft reagiert.
„Das Interesse an Holz ist ungebremst“, sagte Revierförster Ulrich Weik im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies habe sich bereits bei der Versteigerung zwischen Weihnachten und Silvester in Roßwag gezeigt. Also gab es ein wenig mehr Holz an der Sersheimer Waldhütte im Angebot als noch im vorigen Jahr. Dafür hatten sich die Waldarbeiter auch mächtig ins Zeug gelegt. Noch am Freitag hatten sie Holz für den Verkauf geschlagen.
Die Gemeinde Sersheim erzielte beim Verkauf von Brennholz lang einen Erlös von 8020 Euro (Durchschnittspreis: 56,47 Euro) und bei den Flächenlosen einen Erlös von 4188 Euro (Durchschnittspreis: 23,80 Euro). Das Verkaufsangebot Staat brachte beim Brennholz lang einen Erlös von 13644 Euro (Durchschnittspreis: 58,56 Euro) und bei den Flächenlosen einen Erlös von 3761 Euro (Durchschnittspreis nicht ermittelt). Für die Bewirtung sorgten übrigens die Waldarbeiter.
