Vaihingen (aa) – Das war ein wahrhaft feuriger Start ins Jahre 2009! Kurz nach Mitternacht brannte in der Auricher Straße von Vaihingen der Dachstuhl eines Wohnhauses. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Brand durch Feuerwerksraketen ausgelöst wurde. Die Vaihinger Feuerwehr musste ihr Jubiläumsjahr mit einem Großeinsatz einleiten.
Rund um den Vaihinger Marktplatz wird geschossen und gezündelt. Es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm. Auch die Auricher Straße ist gegen 0.15 Uhr mit den Resten von Krachern übersät. Die Leute stehen auf der Straße und wünschen sich ein gutes Neues. Bis im Gebäude Auricher Straße 7 an der Ecke zur Neuen Gasse Rauch entdeckt wird.
Aus dem Dach dringen dichte Wolken heraus. Mehrere Anrufe gehen bei der Polizei ein. Als Alarmierungszeit wird 0.28 Uhr festgehalten. Als um 0.32 Uhr die erste Streifenwagenbesatzung eintrifft schlagen bereits Flammen aus dem Dachstuhl. Die noch im Haus befindlichen Personen werden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Großalarm für die Vaihinger Feuerwehr.
Auf zum Teil spiegelglatten Straßen hasten die Wehrmänner ins Magazin in der Friedrich-Kraut-Straße. Ein Gruppe Wehrmänner hat den Abend bei ihrem ehemaligen Abteilungskommandanten Armin Nonnenmacher verbracht und kann geballt ausrücken. Fünf, sechs Minuten nach der Alarmierung treffen die ersten Fahrzeuge in der Auricher Straße ein. Einsätze in der Neujahrsnacht sind für sie nichts Außergewöhnliches. Vor wenigen Jahren hat es in der Heilbronner Straße ebenfalls heftig gebrannt.
Das Gebäude in der Auricher Straße wird von einem italienisch-stämmigen Ehepaar mit ihren beiden erwachsenen Söhnen bewohnt. Auch sie haben in der Nacht gefeiert und stehen jetzt vor ihrem rauchenden Haus. Erst vor wenigen Wochen hatten sie einen Wasserschaden gehabt. Insgesamt rückt die Vaihinger Feuerwehr mit 43 Wehrleuten und sieben Fahrzeugen aus. Über die Drehleiter erfolgt der Löschangriff aus der Luft. Die offenen Flammen sindrasch gelöscht. Sobald es die Lage zulässt, stoßen Atemschutzträger in das unbewohnte Dachgeschoss vor und reißen das glimmende Dämmmaterial von den Dachschrägen. Die Bewohner der benachbarten Häuser werden gebeten, im Freien zu bleiben.
Das Feuer ist schnell unter Kontrolle. Noch vor 1 Uhr lässt sich auch Oberbürgermeister Gerd Maisch vor Ort von Stadtbrandmeister Thomas Fais und dem Vaihinger Abteilungskommandanten Thomas Korz informieren. Insgesamt vier Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes, der DRK Schnelleingreifgruppe und des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) sind vor Ort. Bis gegen 3.30 Uhr ist die Wehr tätig. Das offene Dach wird notdürftig mit einer Plane abgedeckt. Ein Bewohner muss mit Verdacht einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Wehrleute können eine Katze und einen Wellensittich in Sicherheit bringen.
Wo die Bewohner untergekommen sind, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 50000 Euro geschätzt.
Gestern Vormittag wurde die Feuerwehr erneut benötigt. Bei der Firma Burkhardt (Perfekter Standort) war aus unbekannten Gründen eine Sprinkleranlage ausgelöst worden. Rauch wurde nicht festgestellt. Die Abteilungen Ensingen, Kleinglattbach und Vaihingen waren mit großem Aufgebot mit Reinigungsaufgaben beschäftigt. Der Einsatz war gegen 12.30 Uhr beendet.
Durch Abbrennen von Feuerwerkskörpern gerieten in Hochdorf um 0.12 Uhr in der Alemannenstraße 14 Bäume einer Thuja-Hecken in Brand. Die Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen und acht Mann im Einsatz. Der Schaden beträgt etwa 1400 Euro und wird laut Polizei vom Brandverursacher übernommen.
