Donnerstag, 09. Februar 2012

Schulverbund in Kleinglattbach


Die Grundschule in Kleinglattbach will nicht selbstständig werden. Foto: Bögel
Die Grundschule in Kleinglattbach will nicht selbstständig werden. Foto: Bögel

Kleinglattbach (ub) – Die Grundschule in Kleinglattbach soll nicht selbstständig werden, sondern in den geplanten Schulverbund zwischen der Ottmar-Mergenthaler-Realschule und der Hauptschule der Bartenbergschule integriert bleiben. Dies fordern die Gesamtlehrerkonferenz und der Elternbeirat der Bartenbergschule. Eine entsprechende Änderung der Organisationsform hatte der Vaihinger Gemeinderat gestern Abend zu beschließen.
Im Juli vergangenen Jahres gingen die Überlegungen bei dem Schulversuch noch dahin, einen organisatorischen Verbund zwischen Realschule und Hauptschule zu beantragen und die Grundschule am Oberriexinger Weg als eigenständige Einheit zu führen. Gegen diese Variante sprachen sich aber Ende des Jahres die Gesamtlehrerkonferenz und der Elternbeirat der Bartenbergschule aus.
Die Schulkonferenz der Ottmar-Mergenthaler-Realschule hält die Möglichkeit, die Grundschule ebenfalls in den Verbund aufzunehmen, allerdings für problematisch.
In internen Gesprächen im Vorfeld wurde eruiert, dass das Regierungspräsidium Stuttgart wohl eher eine Lösung zusammen mit der Grundschule zustimmen werde. Dafür sprächen derzeit noch pädagogische Gründe, aber auch praktische Überlegungen. Dazu zählen die leichteren Vertretungsmöglichkeiten zwischen Haupt- und Grundschule, da die Lehrer sowohl als Haupt- als auch als Grundschullehrer ausgebildet seien. Möglicherweise, so die Einschätzung der Verwaltung, spiele auch der Gedanke, die Schulleitung für die Grundschule Kleinglattbach einzusparen, eine Rolle.
Im Gespräch mit den Schulleitern und dem zuständigen Schulamtsdirektor Karl Wißkirchen will die Stadt als Schulträger dem Verbund einschließlich der Grundschule vorerst zustimmen. Der zuständige Stadtkämmerer Jürgen Liegmann: „Um einer möglichen landesweiten Entwicklung in Richtung Verschmelzung Real- und Hauptschule und den unbestreitbaren Vorteilen einer selbstständigen Grundschule mittelfristig gerecht werden zu können, wurde vereinbart, die Frage nach einer Verselbstständigung der Grundschule in fünf Jahren erneut zu stellen. Bis dahin wird wohl die Entwicklung des Schulwesens im Schulzentrum im See als auch landesweit eine fundierte Beschlussfassung zulassen.“
Die Gesamtlehrerkonferenz der Bartenbergschule hat sich in ihrer Stellungnahme, die uneingeschränkt vom Elternbeirat und der Schulkonferenz unterstützt wird, für einen Schulverbund mit der Grundschule ausgesprochen. Die Bartenbergschule habe sich im Laufe der Jahre ein Profil geschaffen, das gemeinsam von Grund- und Hauptschulkollegen getragen werde. Viele unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten würden schulartübergreifend durchgeführt. Räumlichkeiten, Lehr- und Lernmittel sowie technischer Geräte könnten weiterhin gemeinsam genutzt werden.
 Konrektor und Schulleiter Thomas Schmolck: „Viele Schüler unserer höheren Klassen verfügen über eine ausgereifte Sozialkompetenz und verfolgen berufliche Ziele, in denen die Fähigkeiten in besonderer Weise gebraucht werden. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule bot schon seit Jahren vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten und wird mit Sicherheit auch von vielen Realschülern gerne wahrgenommen. Eine Kultur des Helfens und Gebrauchtwerdens wird hier sehr sinnvoll angebahnt.“ Die Schülerschaft der Bartenbergschule unterstütze im Rahmen der Schülermitverantwortung den bisherigen Verbund aus Grund- und Hauptschule, da sich Schüler der Hauptschule immer wieder gern in die Grundschule einbringen, sei es mit Aktionen oder auch Projekten der Hauptschulabschlussprüfung.


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