Dienstag, 22. Mai 2012

Vaihinger Neujahrsempfang


Vaihinger Neujahrsempfang. Foto: Arning
Vaihinger Neujahrsempfang. Foto: Arning

Vaihingen (aa) – Der Neujahrsempfang ist seit seiner Einführung ein solo für den amtierenden Vaihinger Oberbürgermeister. 2007 war das erste volle Jahr, das Gerd Maisch als Oberbürgermeister in Vaihingen („Dieser schönen Stadt“) tätig war. „Es war ein gutes Jahr. Wir haben einiges erreicht und Neues vorbereitet“, fand er gestern vor rund 500 Gästen.
  Möglich sei dies durch die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und innerhalb der Verwaltung gewesen. Maisch: „Dies ist nicht selbstverständlich, es gibt genügend andere Beispiele.“
Ein ganz besonderer Dank und Anerkennung galt den vielen Bürgern, die sich in die Gemeinschaft der Stadt einbringen. „Diese Stadt lebt, ist liebens- und lebenswert. Das ist auch diesen Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die sich in Kirchen, Vereinen und Organisationen engagieren und so dazu beitragen, dass neu Zugezogene sich schnell integrieren und die Alteingesessenen sich wohlfühlen.“
Stichworte aus der Rede des Oberbürgermeisters im Spannungsfeld zwischen Haushaltsdaten und Lebensqualität: „Wir konnten im vergangenen Jahr nicht nur auf Kreditaufnahmen verzichten, sondern sogar über 1,6 Millionen Euro tilgen. Der Schuldenstand am 31. Dezember 2007 beträgt rund 13,9 Millionen, das sind immerhin 5 Millionen oder mehr als 25 Prozent weniger innerhalb von zwei Jahren. Auch für das laufende Jahr haben wir keine Kreditaufnahmen vorgesehen, sondern wollen den Schuldenstand um weitere 2,5 Millionen Euro reduzieren. Dies schafft Handlungsspielraum für die kommenden Jahre.“ Möglich sei dies durch eine strenge Ausgabendisziplin, auch im personellen Bereich, gewesen. Aber natürlich habe auch die gute Wirtschaftsentwicklung mit deutlich gestiegenen Steuereinnahmen, an denen die Stadt über den Finanzausgleich partizipiere, einen entscheidenden Anteil.
„Trotz oder gerade durch unser sparsames Wirtschaften konnte im vergangenen Jahr einiges erledigt werden“, fand Maisch, nannte das Große Haus Enzweihingen, die Erweiterung des Stromberg-Gymnasiums mit der fast abgeschlossenen Einführung von Ganztagsbetreuungsangeboten. Ganztagsangebote an sieben Schulen. Die Betreuungsangebote auch für unter Dreijährige wurde erwähnt, die Arbeit der beiden Schulsozialarbeiterinnen.
„Endlich haben wir
Grundstücke verkauft“
Thema „perfekter Standort“: „Endlich haben wir dort einige Grundstücke verkaufen können. Ein Unternehmen hat bereits mit dem Bau begonnen. Nach einigen Jahren mit Verlusten erwarten wir jetzt zum ersten Mal Überschüsse. Eine erfreuliche Entwicklung. Hoffentlich können wir auch in diesem Jahr Verkaufserfolge erzielen. Denn wir brauchen diese Erlöse, diese Betriebsansiedlungen, um langfristig eine gesunde wirtschaftliche Basis zu erhalten, um Angebote und Infrastruktur zu finanzieren. Neben Kinderbetreuung und Schulen in den kommenden Jahren auch Einrichtungen für die Feuerwache Vaihingen und den Bauhof für die Gesamtstadt. Beide Einrichtungen müssen seit Jahren in recht bescheiden Verhältnissen leben. Dieser Zustand soll in den nächsten Jahren beendet werden.“
Infrastruktur könne aber nicht nur die Stadt bereitstellen. Maisch: „Auch die B 10 gehört dazu. Im vergangenen Jahr wurde entschiedenen, eine oberirdische Trasse zu untersuchen. Es ist dringend erforderlich, dass Bund und Land alles tun, schnell eine neue B10 zu realisieren und die Belastung für die Einwohner von Enzweihingen zu senken.“
Zur Lebensqualität in einer Stadt gehöre aber noch mehr. Zum Beispiel vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und ein kulturelles Angebot. „Ziel unserer Bestrebungen ist, die Nahversorgung in den Stadtteilen soweit wie möglich aufrechtzuerhalten und den weiteren Bedarf in der Kernstadt zu konzentrieren. Dies können Sie alle unterstützen, indem Sie in den Fachgeschäften in der Stadt einkaufen“, warb der OB. Qualität und Vielfalt seien vorhanden „und auch beim Preis sind die örtlichen Geschäfte konkurrenzfähig“. Er hoffe, dass die Events der Werbegemeinschaft, des Stadtmarketing-Trägerkreises und aller anderen Gruppen im kommenden Jahr ein toller Erfolg werden und die Innenstadt möglichst oft von vielen besucht wird, von Besuchern auswärts, aber möglichst oft eben auch von den Einheimischen. Wie schön die Stadt sei, könne man voraussichtlich am 8. April im 3. Fernsehprogramm sehen, wenn der SWR im Rahmen seiner Sendereihe „Fahr mal hin“ auch über Vaihingen berichten will.
Die Veranstaltungen des städtischen Kulturamtes bewertet Gerd Maisch als ausgewogen. „Sie erreichen viele Besucher aus der Stadt und von auswärts! Sie sind wie die Angebote der kulturtreibenden Vereine fester Bestandteil im Jahreskreis.“
„Wir werden 2008 auch entscheiden müssen, ob wir uns für eine Landesgartenschau bewerben“, informierte Maisch. Die Ausschreibung erfolge für die Zeit ab 2015. „Ich würde eine Bewerbung begrüßen, denn in der Regel schaffen die ausrichtenden Städte eine nachhaltige Verbesserung ihrer Struktur. Und über das Jahr der Gartenschau hinaus gelingt es, Besucher in die Stadt zu locken, weil mit einer Gartenschau landesweite Resonanz erzielt wird. Dies ist für die Stadt also durchaus reizvoll.“
Auch 2008 hat der Oberbürgermeister spannende Punkte auf der Tagesordnung ausgemacht: „Es verspricht also wieder ein interessantes Jahr zu werden. Ich freue mich darauf.“


Seitenanfang