Dienstag, 22. Mai 2012

Mit Google, Porsche und VW an die Spitze




Erfolgreich die fiktiven Guthaben von je 50 000 Euro vermehrt: Matthias Berlinghof, Direktor der Kreisparkasse Ludwigsburg (3. von rechts), und die siegreichen Schülerteams aus dem Landkreis Ludwigsburg.	Foto: p
Erfolgreich die fiktiven Guthaben von je 50 000 Euro vermehrt: Matthias Berlinghof, Direktor der Kreisparkasse Ludwigsburg (3. von rechts), und die siegreichen Schülerteams aus dem Landkreis Ludwigsburg. Foto: p

Ludwigsburg (p/clar). Zehn Wochen lang haben Schüler aus dem Kreis Ludwigsburg ihr Geschick am Aktienmarkt beim Planspiel Börse getestet. Die besten Gruppen sind jetzt von der Kreissparkasse ausgezeichnet worden – und dafür wurden aus den fiktiven Guthaben reale Gewinne.
Eintauchen in das Bürsengeschehen: Beim Wettbewerb Planspiel Börse der Sparkassen haben fast 300 Schülerteams aus dem Landkreis Ludwigsburg wie Profis an den Aktienmärkten gehandelt – ausgestattet mit einem fiktiven Startkapital von 50 000 Euro. An ausgewählten Börsenplätzen sollte das Geld clever investiert und vermehrt werden. Mitte Dezember ging das Planspiel zu Ende. In dieser Woche war für die besten Spielgruppen aus dem Kreis Ludwigsburg Zahltag. Für das gute Abschneiden beim Wirtschaften mit virtuellem Geld gab es jetzt für die Teams reales Geld von der Kreissparkasse Ludwigsburg, wie diese mitteilt.
Die Jungbroker des Schülerteams „BQ7K“ vom Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen trugen in der Kategorie Gymnasium/Berufsschule den Sieg und den Gewinn von 635,08 Euro davon. Die fünf Berufsschülerinnen haben in der landkreisweiten Gesamtdepotwertung „Gold“ geholt. Aus anfänglich 50 000 Euro haben die Jungbrokerinnen bis zum Spielende am 14. Dezember vergangenen Jahres einen Depotgesamtwert von exakt 63  507,84 Euro erspielt – ein Plus von rund 27 Prozent. Der Clou: Die Mädchen von „BQ7K“ haben nicht nur im Landkreis ihr Können bewiesen, sondern belegten in der Depotwertung bundesweit den zweiten Platz. „Ein Spitzenergebnis. Das beste Ergebnis, das eine Spielgruppe aus unserem Marktgebiet jemals erreicht hat“, sagte Direktor Matthias Berlinghof von der Kreissparkasse bei der feierlichen Preisübergabe in Ludwigsburg. Hinzu komme, dass „BQ7K“ auch in der Nachhaltigkeitswertung bundesweit Platz 3 erringen konnte – und das bei 40 000 Teams, die sich am Börsenspiel 2011 beteiligt hatten. Die Berufsschülerinnen stellten ihr Depot zum Start des Börsenspiels zusammen und warteten dann geduldig. „Die Strategie von ,buy and hold‘ hat sich schließlich ausgezahlt, denn die Aktien von Google, Porsche und Volkswagen legten seitdem eine gute Performance hin. Da hatten Sie den richtigen Riecher, gratuliere“, bilanzierte Berlinghof.
Und noch weitere Schulen und Jungbroker aus dem Landkreis Ludwigsburg durften sich über bemerkenswerte Erfolge und Preisgelder freuen. Die beste Spielgruppe unter den Realschülern/Hauptschülern in der ersten Wettbewerbskategorie „Depotwert-Rangliste“ war „50-50“ von der Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim. Das Team erhielt ein Preisgeld in Höhe von 572,33 Euro. In der zweiten Wettbewerbs-Kategorie „Nachhaltigkeitsertrag“ standen folgende Teams aus dem Landkreis Ludwigsburg auf dem Siegerpodest: Die Spielgruppe „El Diablo“ vom Hans-Grüninger-Gymnasium in Markgröningen war die beste unter den Gymnasiasten/Berufsschülern. Sie erzielten einen Gewinn von 508,24 Euro. Platz eins bei den Real-/Hauptsschulen belegte das Team „Monopoly“ von der Realschule im Aurain in Bietigheim-Bissingen. Dafür gab es ein Preisgeld in Höhe von 561,29 Euro.
„Diese Erfolge sind angesichts der großen Konkurrenz“, betonte Berlinghof, „umso bemerkenswerter.“ Denn im Landkreis Ludwigsburg hätten sich insgesamt 281 Schülerteams für die rund zehn Wochen Spieldauer aufs virtuelle Parkett gewagt – betreut von der Kreissparkasse. Zur Auswahl standen ihnen 175 Wertpapiere. „Bei der Komplexität die richtige Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu treffen, ist eine richtige Herausforderung“, so der Sparkassenchef. Im Spannungsfeld zwischen Bulle und Bär brauche es Know-How und Interesse an den Mechanismen der Börse. Das Spiel sei, „eine ideale Möglichkeit für junge Menschen, ihre Wirtschaftskenntnisse zu verbessern und gleichzeitig ‚Nachhaltigkeit’ gestaltbar zu machen“.
Auch Lehrer aus dem Kreis konnten ihre Börsenkenntnisse testen und sich beim Planspiel mit Kollegen messen. Sieger in der Depotwert-Rangliste sowie in der Nachhaltigkeitsrangliste der Lehrer wurde Markus Weisser von der Robert-Franck-Schule in Ludwigsburg.




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