Dienstag, 22. Mai 2012

Stau vor der Deponie




Wegen Anlieferungen von größeren Baumaßnahmen kommt es immer wieder Staus vor der Deponie „Burghof“. Einige Lastwagenfahrer übernachten sogar vor dem Deponietor. Die AVL baut jetzt eine dritte Spur für Lastwagen. Foto: Bögel
Wegen Anlieferungen von größeren Baumaßnahmen kommt es immer wieder Staus vor der Deponie „Burghof“. Einige Lastwagenfahrer übernachten sogar vor dem Deponietor. Die AVL baut jetzt eine dritte Spur für Lastwagen. Foto: Bögel

Horrheim (ub). Lange Staus vor den Toren, Flurschaden, Abfälle und Notdurft am Waldrand – die Situation vor der Deponie „Burghof“ zwischen Horrheim und Gündelbach ist nicht immer einfach. Jetzt reagiert die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises (AVL): Im Zufahrtsbereich wird eine dritte Spur für Lastwagen eingerichtet.
Das hat der Aufsichtsrat der AVL bei seiner letzten Sitzung beschlossen. Damit wird auch auf die Klage des kommunalen Müllausschusses mit Vertretern aus Vaihingen, Horrheim und Gündelbach reagiert. Die Parksituation sowie die hygienischen Verunreinigungen waren von den Ortsvorstehern Thomas Fritzlar und Stefan Wasserbäch angeprangert worden. „Auch wir haben die Probleme seit längerer Zeit kritisch im Blick“, sagte Albrecht Tschackert, technischer Leiter bei der AVL.
Anlieferungen aus größeren Baumaßnahmen oder von Gleisstreckensanierungen (aktuell Korntal-Münchingen) führen regelmäßig zu Ankunftszeiten von Lastwagen außerhalb der Deponieöffnungszeiten. Tschackert zur VKZ: „In Korntal-Münchingen werden beispielsweise 30000 Tonnen bewegt. Da sind viele Lastwagen in Bewegung und einige kommen natürlich auch nach Horrheim.“ Einzelne Großprojekte und auch das zeitliche Zusammentreffen verschiedener Projekte mit überregionalen Anlieferungen führen deshalb regelmäßig zur Staubildung vor dem Deponietor bereits in den Nachtstunden und den frühen Morgenstunden. Tschackert: „Einige Lkw-Fahrer übernachten vor der Deponie.“
Aufgrund der begrenzten Aufstellflächen führt der Rückstau an manchen Tagen bis zur Abbiegespur auf der Landesstraße zwischen Horrheim und Gündelbach und dort zu gefährlichen Situationen. Teilweise parken die Brummifahrer auch in den umliegenden Feld- und Waldwegen, richten dort Flurschaden an und hinterlassen ihre Abfälle und Notdurft am Waldrand.
Nach dem Beschluss des AVL-Aufsichtsrates wird jetzt baulich auf die Missstände reagiert. Die Zufahrt wird um eine dritte Spur an der östlichen Waldseite ergänzt. Die Fahrbahn wird um 3,50 Meter verbreitert, dazu werden ein Randstein zur Ableitung des Straßenwassers und ein Bankettstreifen von einem Meter notwendig.
Das Bauprojekt soll im Mai/Juni umgesetzt werden. Die Kosten: rund 80000 Euro. Da die erforderlichen Mittel nicht im Budget 2010 eingeplant sind, werden sie aus Einsparungen im Investitionsplan beschafft. Gespart werden kann vor allem im Nachsorgebereich bei der Deponie „Am Lemberg“, wo vorsorglich die Ersatzbeschaffung der Deponiegasfackel eingeplant war, die jedoch aufgrund der gut funktionierenden Gasverwertung nicht erforderlich wird.




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