Vaihingen (aa) – Wie läuft es an den Vaihinger Schulen? Wo liegen die Probleme? Welche Besonderheiten gibt es? Was steht auf dem Wunschzettel der Schulleiter und Lehrer? Einmal im Jahr gibt es im Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderates einen Bericht.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass am Friedrich-Abel-Gymnasium (FAG) die Raumnot das Thema Nummer 1 ist. Mit rund 1200 Schülern hat das FAG schon wieder die Größe wie vor der Teilung (1999) erreicht. 18 Klassen müssen wandern; und im kommenden Schuljahr wird sich die Situation durch ein erneutes Ansteigen der Oberstufe weiter verschlechtern. Herberge hat das FAG unter anderem im Stromberg-Gymnasium gefunden. Ob dieses Angebot auch im kommenden Schuljahr gemacht werden kann, gilt als unwahrscheinlich: Durch den Doppeljahrgang wird auch ein doppelter Raumbedarf erzeugt.
Von den Gymnasien sind Wünsche und Perspektiven formuliert worden. Am Stromberg-Gymnasium wird dringend nach einer Stelle für die Schulsozialarbeit gerufen. Schulleiter Hans-Günter Peisch: „Wir sind keine heile Welt, sondern ein normales Gymnasium mit all seinen Problemen.“ Und eine Sekretärin für die gesamte Schule sei absolut unzureichend. Der Bau einer weiteren Sporthalle sei dringend notwendig. Auch benötige man weitere Lehrerarbeitsplätze mit PC-Ausstattung und einen zweiten PC-Unterrichtsraum. Die Sporthallenproblematik hat auch Hans-Joachim Sinnl vom FAG auf der Agenda. Und auch weitere Lehrerarbeitsplätze. Die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Fachräume entspreche nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen.
FAG bietet Streicher- und
Vertiefungsklasse an
Als Besonderheit des FAG gilt eine Gesangsklasse (Stufe 5 und 6). Im nächsten Schuljahr soll eine Streicherklasse eingeführt werden. Zudem wird die Vertiefungsklasse angeboten. Probleme gibt es mit der Profilbildung, da Französisch als dritte Fremdsprache keine Lobby hat. Dafür war Italienisch stark nachgefragt. Spanisch ist frühestens ab 2012/13 möglich. Die Ganztagesangebote werden in offener Form angeboten (Schwerpunkt Hausaufgabenbetreuung für die Klassenstufen 5 bis 7).
Am Stromberg-Gymnasium wird Latein nicht unterrichtet; hier gibt es unter anderem den Englischunterricht im bilingualen Profil, Spanisch ab Klasse 8 und das naturwissenschaftliche Profil. Das Ganztageskonzept wurde 2008 realisiert. Angebote werden in Form von Arbeitsgemeinschaften gemacht.
Paul Rodach, Rektor der Ottmar-Mergenthaler-Realschule Kleinglattbach, hatte die Berichte der Schulleiter aus den übrigen Schulen zu strukturieren. Angesprochen wurden unter anderem die Verlässliche Grundschule in Zusammenarbeit mit der Familienbildung, Hausaufgabenbetreuung, Sprach- und Lernförderung (HSL) in inzwischen zwölf Gruppen. Alle Grundschulen hätten sich Profile gegeben. Es gebe erfolgreich arbeitende Bläserklassen und vor allem auch Wünsche zur Verbesserung der Schulhofgestaltung. Geklagt werde über die geringe Akzeptanz der Hauptschulempfehlung. Über die anstehenden Veränderungen an den Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschulen ist schon wiederholt berichtet worden. Zu verbessern seien die Parkmöglichkeiten an der Schlossbergschule, war eine Forderung. Von der Förderschule wird eine Veränderung des Schulhofes gewünscht. An der Vaihinger Realschule steht dieses Thema ebenfalls an. Nachhaltige Umwelterziehung werde an der Kleinglattbacher Realschule groß geschrieben. Bewährt hat sich nach Ansicht von Rodach die gemeinsame Schulmöbelbeschaffung: „Alle Wünsche konnten erfüllt werden.“
Die im Ausschuss vorgetragenen Wünsche sind indessen nicht ganz so einfach umzusetzen
