Kleinglattbach/Horrheim (ub). Noch in diesem Jahr soll die Kreisstraße 1682 zwischen Kleinglattbach und Horrheim ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang entsteht auch der Kreisverkehr am Knotenpunkt der Kreisstraße mit der Landesstraße 1131 nach Sersheim. Das Landratsamt rechnet mit einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten.
In dieser Zeit soll der Verkehr über die Landesstraße 1125 über Sersheim und über die Landesstraße 1106 über Kleinglattbach und Ensingen umgeleitet werden. Die Kosten: rund 2,1 Millionen Euro. Den Betrag teilen sich das Land und der Kreis – die Stadt Vaihingen ist finanziell nicht beteiligt. In den kommunalen Gremien (Ortschaftsräte Horrheim und Kleinglattbach, Technischer Ausschuss und Gemeinderat) werden jetzt die Planungen vorgestellt.
Die Notwendigkeit des Projekts ist unumstritten. Der Landkreis hat für die Baumaßnahme Haushaltsmittel für 2010 eingeplant; das Regierungspräsidium hat eine Genehmigung der Zuschussmittel ebenfalls für 2010 in Aussicht gestellt. Nach der Abstimmung mit den Trägern der öffentlicher Belange und dem Erwerb der notwendigen Flächen kann mit dem Bau begonnen werden.
Die Kreisstraße 1682 hat für das Verkehrsaufkommen eine zu schmale Fahrbahnbreite. In vielen Bereichen fehlen ausreichende Bankette. Der Fahrbahnaufbau ist für das heutige Verkehrsaufkommen nicht mehr ausreichend. Seit der Inbetriebnahme der Umgehungsstraße Sachsenheim – Sersheim ist durch das angewachsene Verkehrsaufkommen, vor allem durch die Zunahme des Schwerverkehrs, die Fahrbahn stark beschädigt worden. Ausgefahrene Fahrbahnränder, zahlreiche Risse und geflickte Aufbrüche sind die Folgen. Durch den Bau der Umgehungsstraße hat die Kreisstraße 1682 eine überörtliche Verbindungsfunktion erhalten.
Die Verkehrssicherheit der Piste zwischen Kleinglattbach und Horrheim sei aber aufgrund der zu geringen Fahrbahnbreite, die den Begegnungsverkehr von zwei großen Lastwagen kaum zulässt, „stark eingeschränkt“. Weitere Gefahrenpunkte sind eine Kuppe ohne ausreichende Sichtverhältnisse und eine Birkenallee, deren Bäume sehr nahe am Fahrbahnrand stehen und in den vergangenen Jahren aufgrund von Überalterung nach und nach entfernt werden mussten.
Die Allee besteht derzeit aus drei Birken auf der Ostseite und sechs Birken auf der Westseite der Kreisstraße. Die Allee soll auch nach dem Umbau als landschaftsprägendes Element erhalten bleiben. So soll nach den Planungen die westliche Seite der Birkenallee bestehen bleiben und durch neue Bäume ergänzt werden. Die Straße wird um etwa vier Meter von der bestehenden Baumreihe abgerückt.
Durch die Sanierung der Kreisstraße wollen die Planer auch die Kuppe im Wald entschärfen. Die neue Kreisstraße wird in diesem Bereich nach Osten verschoben. Die westliche Einschnittsböschung bleibt im oberen Bereich unverändert erhalten. Die Kreisstraße liegt bis zu fünf Meter unter der heutigen Straßenkante.
