Enzweihingen (ub). Beim „Bazar“ in Enzweihingen ist die gesamte Kirchengemeinde eingespannt. Die Kirchengemeinderäte werden sogar zum Panieren der Schnitzel „dienstverpflichtet“.
Der Bazar der evangelischen Kirchengemeinde, der am Samstag wieder im Gemeindehaus stattfand, ist eine besondere Hausnummer. Die Bürger spenden, die Helfer werkeln tagelang und zum Schluss kommt eine beachtliche Summe zusammen, die gespendet wird.
Im letzten Jahr hatte der Bazar einen Reingewinn von rund 13000 Euro. „Das war aber ein positiver Ausreißer“, relativiert Pfarrer Hermann Strecker. „Normal“ sind 12000 Euro, die an diesem Tag eingenommen und gespendet werden können. „Wir hoffen, dass wir das schaffen“, so Strecker. Nach einem Beschluss des Kirchengemeinderats wird das Geld von Bazar 2010 zur Hälfte für die Anschaffung einer neuen Spülmaschine im Gemeindehaus verwendet; die andere Hälfte geht je zu gleichen Teilen an das Kinderwerk Lima und an das Projekt „Hilfe für Brüder“ (hier für den Neubau einer Apotheke für ein Missionskrankenhaus in Pakistan).
Für das Gelingen des Bazars, der immer zur Faschingszeit in Enzweihingen über die Bühne geht, tragen viele Helfer bei. Seit Mittwoch waren40 Frauen damit beschäftigt, Kuchen zu backen. Vier Zentner Kartoffeln mussten geschält werden, bereits ab 2 Uhr morgens herrschte am Samstag Betrieb in der Küche. Fünf Schweine wurden zum Schlachten gespendet, 750 Schnitzel gingen vorgestern über den Tisch. Bereits zwölf Tage zuvor gab es eine Haussammlung in Enzweihingen, bei der um Spenden gebeten wurde. „Die Veranstaltung hat sich über Jahrzehnte gut eingeführt. Deshalb ist sie auch so ein Erfolg“, freut sich Pfarrer Strecker.
Bis um 22.30 Uhr wurde am Samstag das Programm im Gemeindehaus geboten. Strecker: „Dann ist Schluss, schließlich sollen die Leute zum Gottesdienst am nächsten Tag fit sein.“
