Dienstag, 22. Mai 2012

Geringes Interesse am Volkswandertag




Große Gruppen Mangelware: Beim Horrheimer Volkswandertag waren viele einzelne Teilnehmer unterwegs. Foto: Elsässer
Große Gruppen Mangelware: Beim Horrheimer Volkswandertag waren viele einzelne Teilnehmer unterwegs. Foto: Elsässer

Horrheim (elf). Seit 34 Jahren veranstaltet der SV Horrheim am letzten Wochenende des Januars seinen Volkswandertag. Sonst ein guter Termin ohne Konkurrenzveranstaltung. Doch der Schnee hielt in diesem Jahr viele Teilnehmer ab.
Rund 2000 Teilnehmer verzeichnete der SV Horrheimer im vergangenen Jahr. Am Sonntag waren es mit rund 1000 Leuten gerade mal halb so viele Wanderwillige. „Eine solch schlechte Beteiligung hatten wir noch nie“, sagte Rainer Götz, Vorsitzender des SV Horrheim. Offenbar haben sich viele von den unsicheren Straßenverhältnissen abhalten lassen.
Früher ging die bei Wanderfreunden beliebte Veranstaltung noch über zwei Tage, erinnerte sich Götz. Doch als die Amerikaner in den 90er Jahren ihre Truppen in Deutschland reduziert hatten, habe sich der Aufwand nicht mehr gelohnt. Vor allem aus Stuttgart und Ludwigsburg hätten damals noch viele Amerikaner teilgenommen. Heute ist es gerade noch eine kleine Gruppe, die sich „American Wandering“ nennt, die jedes Jahr den Weg nach Horrheim findet.
Aus ganz Süddeutschland sind die Wanderer am Sonntag angereist, um sich auf eine der drei Strecken zu begeben. Sogar vom Starnberger See waren Teilnehmer dabei. „Wir haben immer wieder Gruppen, die jedes Jahr kommen und die sich bereits im Vorfeld anmelden“, sagte SVH-Vorsitzender Götz. Insgesamt 54 Voranmeldungen flatterten bei ihm rein. Vielen dieser Gruppen muss Götz anschließend eine Meldung darüber zuschicken, wie groß die jeweiligen Gruppen waren. „Damit bin ich fünf bis sechs Stunden beschäftigt“, so Götz, der gestern ingesamt 50 Helfer im Einsatz hatte.
Schließlich gibt es bei einem Volkswandertag auch viel zu tun: Teilnahmekarten ausgeben, Stempelstationen, Tee kochen und ausgeben, Bewirtung, und, und, und… Bereits im Juli hat Rainer Götz mit den Vorbereitungen angefangen und sich das Ausschreibungsheft vom Internationalen Volkssportverband (IVV) genehmigen lassen. Auf anderen Wandertagen wurde das Heft dann als Werbung verteilt. Außerdem mussten die Veranstaltung und die Strecken von der Stadt Vaihingen und vom Forstamt genehmigt werden.
Drei Strecken hatte der SV Horrheim wieder im Angebot. Durch die winterliche Schneelandschaft ging es auf der Sechs-Kilometer-Strecke durch Horrheim zum Benzelsriedsee (erste Kontrollstelle) und durch die Weinberge bei den Weingärtnern vorbei wieder zurück zur Mettertalhalle. Wer zehn oder 20 Kilometer wandern wollte, ging weiter an den Seewaldseen vorbei zum Weingut Steinbachhof, wo die zweite Kontrollstelle eingerichtet war. Hier teilten sich die Strecken. Die kürzere führte in Richtung Gündelbacher Straße und wieder zurück nach Horrheim. Die 20-Kilometer-Strecke führte die Wanderer weiter zum Hamberger See – hier war die dritte Kontrollstelle –, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt ging.
Die teilnehmerstärkste Gruppe beim Horrheimer Volkswandertag kam in diesem Jahr aus Cleebronn mit 51 Wanderern, gefolgt von Schömberg (44), Bitzfeld (40) und Grombach (38).




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