Mühlhausen (rkü) – Weit mehr als 200 Kinder und Jugendliche sind gestern zum Jungschartag der Liebenzeller Gemeinschaft gekommen. Diese Veranstaltung in Mühlhausen bietet schon seit Jahrzehnten ein Alternativprogramm zu den weit verbreiteten Faschingsfeiern.
Das Einzugsgebiet reichte von Gündelbach bis Wiernsheim und von Enzweihingen bis Mühlacker. In der Enztalhalle trafen sich die Jugendlichen im Alter von neun bis 14 Jahren, um gemeinsam mit Königin Ester und König Xerxes in die biblische Geschichte einzutauchen. Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren trafen sich im Gemeinschaftshaus unter dem Motto „Wow, Gott ist Spitze“.
90 der Teilnehmer nutzten die zwei Zubringerbusse, die am Morgen durch die Gemeinden gefahren waren. Nach der Ankunft in Mühlhausen wurde zuerst einmal gemeinsam gesungen, um sich einzustimmen. Aufstehen und Armbewegungen unterstrichen dabei die Inhalte der Lieder. Später zeigten einige Helfer Szenen, von denen in der Bibel erzählt wird. Bei den Jugendlichen handelten die Geschichten von Xerxes und Ester, den Kindern dagegen wurde die Geschichte vom verlorenen Sohn nahegebracht. Dabei legten die Helfer viel Wert darauf, mit ihrem Vortrag die jungen Zuhörer zu erreichen. Bei den Jugendlichen in der Halle wurde sogar anschaulich gegenübergestellt, wie sich die Wirkung unterschiedlicher Vortragsweisen auf die Zuhörer zeigt. Zur einfachen Lesung aus historischen Schriften hieß es: „Das ist ein langweiliger Vortrag, die Kinder hören gar nicht zu.“ Prompt krähte eine Stimme aus dem Saal: „Der hat mich ertappt.“ Die szenische Darstellung dagegen war fesselnd und machte die Geschichte auch für die Kinder sehr gut nachvollziehbar. Folglich wurden die Erläuterungen immer dann, wenn es wichtig oder kompliziert wurde, anschaulich dargestellt.
Doch nicht nur Geschichten aus längst vergangenen Zeiten standen gestern auf dem Programm. Eine Stunde lang berichtete Waldemar Lies über das Leben in dem asiatischen Land Bangladesch. Er hatte dort als Missionar für die Liebenzeller Gemeinschaft gewirkt und brachte seinen Zuhörern allerlei interessante Erlebnisberichte mit.
Im Gemeinschaftshaus war für die Kinder eine abwechslungsreiche Spielstraße aufgebaut, so dass sie zwischendurch in Bewegung kamen und sich der Tag nicht aufs Zuhören beschränkte.
