Dienstag, 22. Mai 2012

Vaihingen: Vorerst keine Skateranlage




20/02 2009

Vaihingen: Themen aus dem Gemeinderat

Bau der Skateranlage vertagt

Vaihingen (aa) – Bauchlandung für die Skater! Die Planungen für die Anlage im Vaihinger Gebiet Egelsee wurden vom Gemeinderat vorläufig auf Eis gelegt. „Wir sehen die Sache durchaus positiv“, wurde zwar immer wieder betont, es müsse aber erst geklärt werden, ob die Planungen an der jetzt vorgesehenen Stelle beim Verkehrsübungsplatz Sinn machen würden.
Eduard Aldinger (FW, Enzweihingen) hatte es eilig mit seiner Wortmeldung: „Ich beantrage eine Vertagung.“ Als Begründung nannte er den Widerstand der Region Stuttgart gegen die Planungen der Verkehrswacht Vaihingen (der Bereich tangiert einen regionalen Grünzug). Deshalb müsse man erst einmal Klarheit haben, was im Egelsee überhaupt möglich sei.
Die Region habe in der Tat beim Übungsplatz Bedenken angemeldet, gab Oberbürgermeister Gerd Maisch zu. Stadtplaner Ernst Loos sprach von einem „Hemmnis“. Das Thema dürfe nicht unterschätzt werden, mahnte Aldinger. „Wir sind nicht gegen eine Skateranlage“, stellte Thomas Fritz (CDU, Ensingen) klar, der jedoch auch eine Sympathie für den Aldinger-Antrag erkennen ließ. Zuerst müsse man wissen, was im Egelsee alles möglich sei. Auch Friedrich Wahl (FDP, Vaihingen) sprach von einem „schlüssigen Antrag“, während Armin Zeeb (Grüne, Vaihingen) frustgeprägt stöhnte: „Es ist nicht gut, die Sache schon wieder zu verschieben.“ So gehe es doch immer, klagte er mit dem Hinweis auf den Grünen-Antrag zur Gestaltung des Enztals. Und man müsse doch der Jugend auch Signale setzen. „Wir wollen gar nichts jahrelang rausschieben“, wehrte sich Aldinger. Aber vielleicht brauche die Verkehrswacht doch einen anderen Platz.
Der Antrag zur Geschäftsordnung musste entschieden werden. 20 Ja-Stimmen für die Vertagung. Das war die Mehrheit. Da gab es dann später auch keine Antworten auf die Fragen, wann man denn das Thema wieder behandle, dass man ja eigentlich Pläne wünsche, über die man beraten könne, dass man die Jugendlichen nicht am Rande der Stadt „entsorgen“ wolle. „Ich hätte gerne heute eine Entscheidung gehabt und die Planung in Auftrag gegeben. Der konkrete Baubeschluss wäre dann später erfolgt“, meinte dazu achselzuckend OB Maisch, der sich nach der neuen Lage auf keine Zeitangabe festlegen wollte.
Der Bau einer Skateranlage war vom Jugendgemeinderat befürwortet worden. Ausgeguckt hatte man unter drei Standorten einen Platz hinter dem Heim der Verkehrswacht. Auch der Stadtteilausschuss hatte sich dafür ausgesprochen.

 

Hochwasserschutz Strudelbachtal

Vaihingen (aa) – Für den Hochwasserschutz Strudelbach sind in diesem Jahr Ausgaben von 550000 Euro eingeplant. Sie betreffen zum einen den Rückhalteraum M10 bei Eberdingen, zum anderen werden für den Straßendamm bei Riet Planungskosten in einer Größenordnung von 40000 Euro im Haushalt des Zweckverbandes eingesetzt. 10000 Euro sind für den Grunderwerb vorgesehen.
Dem Vaihinger Gemeinderat wurde am Mittwoch der Haushalt des Zweckverbandes vorgestellt. Er umfasst Einnahmen und Ausgaben von jeweils 571900 Euro, davon die oben angeführten Summen im Vermögenshaushalt, wovon der Verwaltungshaushalt (21900 Euro) sowie der Umlagenanteil des Vermögenshaushalt (165000 Euro) auf die Verbandskommunen Vaihingen (33,53 Prozent), Eberdingen (26,72), Weissach (17,88) und Ditzingen (3,98) sowie den Landkreis Böblingen (17,88) umgelegt werden.
 Für die Maßnahmen gewährt des Land einen Zuschuss von 70 Prozent. Er liegt 2009 bei 385000 Euro. Die restlichen 165000 Euro tragen die Verbandskommunen (Vaihingen zum Beispiel 55320 Euro, Eberdingen 44090 Euro). Dem Haushalt des Zweckverbandes wurde einmütig zugestimmt (drei Enthaltungen).
Größere Summen sollen nach der Planung in den Jahren 2010 bis 2012 bewegt werden. Für 2010 sind Hochwasserschutzmaßnahmen von 3,3 Millionen Euro vorgesehen, 2011 plant man mit 3,6 Millionen, 2012 mit 1,6 Millionen. Dicke Brocken sind dann der Rückhalteraum und der Straßendamm von Riet, Betteintiefungen in Riet und Enzweihingen oder die Gewässerbettverlegungen in Eberdingen.
„Die Bevölkerung soll sehen, dass uns der Hochwasserschutz etwas wert ist“, fand Thomas Fritz (CDU, Ensingen). Es gelte, Signale nach Riet zu senden: „Wir wollen eine vernünftige Bauweise.“ Gestaltungsmäßig müsse es gelingen, „dass das Tal als solches auch erkennbar bleibt“. Da konnte Helmut Raichle (FW, Riet) nur zustimmen. Er kündigte seine Enthaltung an, „da der Planer Hutarew mit den Zahlen doch manchmal daneben lag“. Ortsvorsteherin Roswitha Haid erinnerte an Mahnungen des städtischen Rechnungsprüfers zu Hutarew-Zahlen. Dem werde nachgegangen, bestätigte Bürgermeister Wilfried Nestle. Er stellte klar, dass es sich bei den 40000 Euro für den Straßendamm Riet nur um Planungskosten handle – „für ein hoffentlich auch für die Rieter Bürger akzeptables Becken“.

 

Zuschuss für Streuobstbäume

Vaihingen (aa) - Auch in Vaihingen gibt es in diesem Jahr einen Zuschuss für die Pflanzung von Streuobstbäumen (Hochstamm). Maximal 15 Euro pro Baum, der um die 40 Euro kostet werden zur Verfügung gestellt. Dafür werden im Nachtragshaushalt als Förderobergenze 5000 Euro aufgenommen, was für rund 330 Bäume reichen wird. Pro Antragsteller werden maximal zehn Bäume bezuschusst.
Der Antrag kam von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die damit ein kleines Dankeschön an Grundstücksbesitzer leisten will, die durch ihre Arbeit das typische Landschaftsbild im Stadtgebiet Vaihingen erhalten und für den Lebensraum von Tieren und Pflanzen sorgen. Alte Obstsorten könnten wieder mehr Bedeutung erlangen. Auch stellen sich die Grünen eine Unterstützung bei der Neuanpflanzung und einen begleitenden Service bei der Pflege vor.
Eine derartige Aktion gab es bereits in den 90er-Jahren. Damals wurden in einer ersten Aktion rund 450 Bäume bezuschusst (Volumen von 12000 Mark, 25 Mark/Baum), im zweiten Jahr waren es 230 Bäume (6000 Mark). Für die jetzt angelaufene Initiative wird eine hohe Nachfrage erwartet. Die Aktion soll im Herbst stattfinden. Vorgesehen ist sie vorwiegend für Privatleute. Im Gemeinderat sah man die Initiative als einen Akt des guten Willens. Eine Bitte dazu am Rande: Man müsse dann aber auch die Verarbeitungsangebote (sprich Keltern) im Stadtgebiet erhalten. Die Ausschreibung wird im Amtsblatt der Stadt erfolgen.

 




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