Dienstag, 22. Mai 2012

"Roter Punkt" für Gebäude der Kirche




Architekt Rau (links) und Dekan Leins auf dem Bauplatz in der Salzäckerstraße. Foto: Rücker
Architekt Rau (links) und Dekan Leins auf dem Bauplatz in der Salzäckerstraße. Foto: Rücker

Vaihingen (sr) – Freude über den „Roten Punkt“ bei Dekan Hartmut Leins: Der Neubau eines Pfarrhauses samt Gemeinderäumen der evangelischen Kirchengemeinde rückt seiner Verwirklichung mit großen Schritten näher. Anfang nächsten Jahres soll das Gebäude in der Salzäckerstraße am Vaihinger Wolfsberg stehen. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 1,1 Millionen Euro.
Nach einer mehrjährigen Planungsphase liegt der Baubeginn für ein Pfarrhaus mit Gemeinderäumen am Vaihinger Wolfsberg nun in greifbarer Nähe. „Ein langer Weg kommt ans Ziel“, umschreibt Dekan Hartmut Leins seine Freude. Präsent sein dort, wo die Menschen leben, sei das Ziel. Auf dem zehn Ar großen Grundstück in der Salzäckerstraße wird Pfarrer Thomas Moser in das neue Pfarrhaus einziehen. Rund 2300 Gemeindeglieder zählt der größte der drei Seelsorgebezirke der Kernstadt, den Moser betreut. Dieser Bezirk umfasst den südöstlichen Teil Vaihingens und die Altstadt. Schon bald kann der Pfarrer dann inmitten seiner Gemeindeglieder leben.
Die Planung des Wohnhauses für einen Gottesmann ist etwas Spezielles. Dabei müssen die Pfarrhausrichtlinien der evangelischen Landeskirche genau beachtet werden, weiß Architekt Fabian Rau zu berichten. Eine Ausnahmegenehmigung benötigte beispielsweise die kontrollierte Wohnraumlüftung, die in dem Neubau nach dem Prinzip eines Wärmetauschers Energie sparen helfen wird.
Direkt ans Pfarrhaus schließen sich Amtsräume an, daneben werden die Gemeinderäume errichtet: Ein mittelgroßer Saal mit 90 Quadratmetern sowie Küche, Foyer, Behindertentoilette und Stuhllager im Erdgeschoss. Im Untergeschoss entstehen ein Gruppenraum, Toiletten, Keller- und Abstellflächen. Die Gesamtkosten werden mit 1,1 Millionen Euro beziffert, davon stemmt die Vaihinger Kirchengemeinde mit 810000 Euro den größten Brocken, die Restsumme übernehmen der Kirchenbezirk und die Landeskirche.
„Wir ziehen mit einem festen Programm ein, das sicher noch ausgeweitet wird“, sagt Leins. Schon seit 30 Jahren gebe es am Wolfsberg Sondergottesdienste in den Kindergärten am Tannenweg. Dazu zählen Spätgottesdienste mit verkürzter Liturgie, die „kleine Kirche“ – eine Art Krabbelgottesdienst sowie „ein Zwischending für Erwachsene und Kinder“, so Leins. „Es ist dann schön, wenn wir gesichert in den neuen Räumen sind“, fasst der Dekan zusammen. Auch der Seniorennachmittag könne dann, statt in der evangelisch-methodistischen Friedenskirche, in den neuen Gemeinderäumen stattfinden.
Die Baugenehmigung für das Gebäude erfolgte Ende Januar, „Ziel der Vergabe für die Arbeiten ist Anfang April“, sagt Architekt Rau. Um auf lange Zeit ungetrübte Freude an dem neuen Pfarrhaus zu haben, ist der „Grundriss auf verschiedene Lebens- und Familienformen angepasst“, so Rau.
 „Es ist schon toll, dass man das geschafft hat“, resümiert Dekan Leins und hofft insgeheim, dass die Einweihung noch vor seinem Eintritt in den Ruhestand im nächsten Jahr stattfinden wird.




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