Eberdingen (ub) – Für die 78 Aktiven der Gesamt-Feuerwehr Eberdingen war 2008 ein ruhiges Jahr. In der Zukunft drohen aber unruhigere Zeiten: mangelnder Nachwuchs und die Tagesverfügbarkeit der Helfer.
Bei der Hauptversammlung am Freitagabend im Gewölbekeller des Eberdinger Rathauses konnte Gesamtkommandant Andreas Eitel das komplette Spektrum der Einsätze aufzeigen. 17-mal rückten die Wehrleute aus Nussdorf, Hochdorf und Eberdingen im vergangenen Jahr aus. Dabei musste beispielsweise am 9. März ein Flächenbrand bekämpft werden – Unbekannte hatten dürres Gras angezündet. Zweimal fuhren die Wehrmänner das Pflegeheim Haus am Schlösslesgarten in Hochdorf an – zweimal war die Brandmeldeanlage defekt. Aufwendig war ein Einsatz im Juli zwischen Eberdingen und Riet, als eine zentimeterdicke Getreidespur beseitigt werden musste. Auf der Körnerschicht passierte damals sogar ein Unfall.
Bürgermeister Peter Schäfer bezeichnete die Wehrleute – 78 im aktiven Dienst, 24 bei der Altersabteilung und 13 bei der Jugendfeuerwehr – deshalb nicht umsonst als Allrounder. Schäfer und Eitel bestätigten einen guten Stand bei den Feuerwehrgebäuden. Im Juli soll das renovierte und erweitere Magazin in Nussdorf eingeweiht werden. 250000 Euro kostet hier die „dringend notwendige“ Sanierung. 31400 Euro erhält die Kommune an Zuschüssen. Bei der Beschaffung eines neuen Feuerwehrautos im Wert von 400000 Euro setzt die Dreiergemeinde auf die interkommunale Zusammenarbeit mit Markgröningen und Möglingen. „Bei einer Sammelbestellung können wir Geld sparen“, hofft Kommandant Eitel. Insgesamt investiert die Gemeinde Eberdingen in ihrem Etat 2009 rund 200000 Euro für die Aufgaben der Feuerwehr.
Bürgermeister Peter Schäfer machte in seiner Rede aber Nachwuchssorgen bei den Floriansjüngern aus. Man habe nur 13 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr – viel zu wenig, wenn man die Zahl 73 in Vaihingen anschaue. „Das muss Anlass sein, die Jugendarbeit zu verstärken“, so der Appell von Schäfer.
Probleme gebe es landauf, landab immer wieder mit der Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte. Im Land gebe es derzeit die Pendler-Transfer-Analyse, die aber in ihrer Konsequenz nicht unproblematisch sei. Schäfer: „Da müssen noch Lösungen her. Denn die besten Fahrzeuge nützen nichts, wenn sie im Einsatzfall nicht bestückt werden können.“
