Dienstag, 22. Mai 2012

Weinkönigin zu Gast


Weinkönigin auf dem Steinbachhof. Foto: Bögel
Weinkönigin auf dem Steinbachhof. Foto: Bögel

Gündelbach (ub) – Ihre Hoheit gab sich pünktlich. Fünf Minuten vor der angekündigten Zeit fuhr Evelyn Schmidt, die deutsche Weinkönigin, mit „Gefolge“ auf den Steinbachhof in Gündelbach ein. Das Weingut von Ulrich und Nanna Eißler war eine Station auf der Württemberg-Tour am Wochenende.
Bei dem Besuch in Gündelbach wurde die deutsche Weinkönigin am Freitagabend auch von Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch begrüßt. Begleitet wurde die 24-jährige Sächsin bei ihrer Visite im viertgrößten Weinbaugebiet Deutschlands von Mirjam Kleinknecht aus Schwaigern, der württembergischen Weinkönigin, und von Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl.
Die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft in Möglingen und die Werbegemeinschaft Württembergischer Weingärtnergenossenschaften standen ebenso auf dem Besuchsplan wie die Heuchelbergkellerei in Schwaigern, die Weingärtnergenossenschaft Jupiterweinkeller in Brackenheim-Hausen, die Weinkellerei Wangler in Abstatt und das Staatsweingut in Weinsberg. In Ludwigsburg gab es ein „Adels-Treffen“: die weinkönigliche Hoheit wurde von Michael Herzog von Württemberg auf Schloss Monrepos empfangen.
Am 12. Oktober 2007 wurde Evelyn Schmidt aus Sachsen zur 59. deutschen Weinkönigin gewählt. Mit Offenheit für Neues, Wissbegierde, die ins Detail geht und einer unbeirrbaren Zielstrebigkeit hat sie das höchste Amt errungen, das eine Weinmajestät je erlangen kann, das Amt der deutschen Weinkönigin.
Dass ihr Leben diese Wende nehmen würde, war vor drei Jahren für die 24-jährige Sächsin noch nicht absehbar. Damals legte sie gerade ihren Bachelor im Fach Tourismus in Görlitz ab und stürzte sich direkt in den Master-Studiengang. Als Tourismus-Studentin landete sie zum Jobben beim Tourismusverband Sachsen. „Da war der sächsische Wein nicht weit“, betont Evelyn Schmid, „denn der Weinbau ist ein wichtiger Aspekt im sächsischen Tourismusgeschäft.“ Schnell packte sie das Interesse am Thema Wein.
Auf ein Amt als Weinprinzessin hatte Schmidt schon gehofft. Als sie dann aber gleich den Volltreffer landete und zur sächsischen Weinkönigin gekrönt wurde, kam die junge Dresdnerin dann aber doch ein wenig ins Schleudern, denn eigentlich stand der Abschluss der Magisterarbeit für 2006 im Terminkalender. Irgendwie ist es Evelyn Schmidt dann doch noch gelungen, alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. 2006 wurde auch das Studium abgeschlossen. Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul bot ihr eine Stelle an, die Evelyn Schmidt auf den Leib geschnitten war: Bis zu ihrer Wahl zur deutschen Weinkönigin organisierte sie die Gästeführer, die sich täglich um die Bedürfnisse der vielen hunderte Besucher des renommierten Sächsischen Staatsweinguts kümmern. „Wir organisieren Veranstaltungen rund um das Thema Wein, Sekt, Kulinarik, Genuss und Kultur und schaffen für unsere Gäste einzigartige Weinerlebnisse. Ich bin für die Planung und Koordinierung der Gästeführer zuständig und übernehme Wein- und Sektproben, Moderationen und Führungen selbst“, beschreibt Evelyn Schmidt ihren Berufsalltag.
„Es ist für mich einfach total spannend all die unterschiedlichen Weine in den anderen zwölf Anbaugebieten kennen zu lernen, die landschaftlichen Besonderheiten zu sehen und mit den Winzern über ihre Weine zu sprechen“, schwärmt Evelyn Schmidt von den Möglichkeiten, die sich ihr als deutsche Weinkönigin bieten. Aber auch die ausländischen Märkte rund um den Globus warten auf den Besuch der deutschen Weinkönigin. Die erste Auslandsreise führte nach Korea.


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