Vaihingen (ub) – Rap, Rekorde und Respekt bei der 24. Vaihinger Sportlerehrung. Für Rap und Beatbox sorgten Tobias Borke und Philip Scheibel, für Rekorde die Athleten und für Respekt Oberbürgermeister Gerd Maisch angesichts der Leistungen der Sportler.
Gestern Abend wurden in der Vaihinger Stadthalle 83 junge Sportler ausgezeichnet, die in Deutschland, Süddeutschland, Württemberg oder im Bezirk vordere Plätze belegt hatten. Heute Abend werden die Erwachsenen geehrt.
Während manche junge Athleten schon mehrfach auf der Bühne standen, war es am Donnerstagabend für Hartmut Beller, dem Vorsitzenden des Sportkreises Ludwigsburg, das letzte Mal, dass er als Funktionär in diesem Amt begrüßt wurde. Im März hört Beller nach 19 Jahren auf. Im Publikum auch Gunter Bretschneider, Präsident des Turngaus Neckar-Enz, Helmut Schürmann, Geschäftsführer der Vaihinger Kreiszeitung, die von Anfang an die Sportlerehrung in Vaihingen mitgestaltet, sowie Sieglinde Kühnle und Armin Zeeb vom Gemeinderat (man hat allerdings schon mehr Kommunalpolitiker gesehen!).
Mit einem Rap und mit einem vielstimmigen Klangteppich aus dem Mund wurde Oberbürgermeister Gerd Maisch auf die Bühne gebeten, wo er den jungen Sportlern die Medaillen um den Hals hängte und die Urkunden überreichte. Maisch bezeichnete den Sport als wichtigen Bestandteil in der Gesellschaft. „Und trotz der stärkeren Belastung in der Schule und im Beruf finden immer noch viele den Weg in die Vereine“, lobte das Stadtoberhaupt.
Erst vor wenigen Wochen hat der Gemeinderat die Sportförderung für Jugendliche erhöht. Maisch: „Das ist ein Zeichen, dass wir es ernst meinen.“ In der Stadt unterm Kaltenstein gebe es ein breites und hochklassiges Angebot an Sport. Allerdings seien die Leistungen nur möglich, wenn es in den Vereinen Trainer, Übungsleiter und Funktionäre gebe. „Es ist aber immer schwieriger, solche Leute zu finden“, stellte Maisch bei der Sportlerehrung fest. Einen Dank hatte der Verwaltungschef auch für die Eltern der jungen Athleten dabei, die sich immer wieder als Chauffeure betätigen würden.
Eine dreiviertel Stunde brauchten dann Stadtkämmerer Jürgen Liegmann und VKZ-Redaktionsleiter Albert Arning, um die Leistungen der jungen Sportler aufzuzählen und zu hinterfragen. Die Enzweihinger CVJM-Handballer verneinten so die Frage, ob schon einmal der Pfarrer bei einem Spiel des Christlichen Vereins junger Männer zugesehen habe. Die Hockey-Mädchen vom Club an der Enz sind nach eigenen Aussagen mit Feuereifer bei der Sache. Der 13-jährige Robin Schelling aus Horrheim setzt dagegen auf Ausdauer: Der Kanufahrer vom CJD Schloss Kaltenstein ist der aktivste Paddler in Baden-Württemberg und kann aktuell mit 582 Kilometern auf den Flüssen aufwarten.
Die Jungs vom Tennisclub Vaihingen sahen dagegen ihren ersten Platz in der Bezirksrunde locker: „Die Gegner waren ja nicht so stark.“ Von dem Leichtathleten Felix Hahl vom TV Vaihingen erfuhr Arning bei seinen Interviews, dass der 1,75 Meter große Bursche im Hochsprung 1,80 Meter schafft, die 100 Meter in 11,97 Sekunden läuft und für 80 Meter Hürden 11,0 Sekunden braucht. Und aus dem Stand konnte Annika König von den TV-Reitern erklären, was eine Fünf-Gang-Kombination bei den Island-Pferden ist. Die Vaihinger Jugendlichen sind eben nicht nur sportlich top.
