Vaihingen (ub) – Die Aktion ist eines der langlebigsten Agenda-Projekte in der Kernstadt. Und bei keinem anderen Termin werden so viele Mitmacher aktiviert. Am Samstag (23. Februar) findet der siebte „Vaihinger Frühjahrsputz“ statt.
Zwischen 400 und 500 Helfer werden übermorgen erwartet, die, eingeteilt in verschiedene Gruppen, das Gebiet der Kernstadt von Abfall und Unrat befreien. Rund drei Tonnen Müll werden – so der Durchschnitt – von den Ehrenamtlichen eingesammelt. In den letzten drei Jahren waren es immer knapp unter drei Tonnen, in den Jahren 2002 und 2003 kamen noch über fünf Tonnen zusammen.
„Bei einigen ernten wir mit unserer Aktion zwar eine gewisse Ironie oder sogar Häme, aber ansonsten stoßen wir auf eine breite Front der Zustimmung“, sagt Manfred Auch. Auch organisiert zusammen mit Thomas Hitschler, Lutz Magino, Elisabeth Kachler und Susanne Schwarz-Thyen sowie Uta Wamsler von der Stadtverwaltung die bürgerschaftliche Aktion. Der Wahlspruch der Agenda-Gruppe „Sauberes Vaihingen“ lautet: „In einer schönen und sauberen Stadt zu leben, gehört zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden. Unser Vaihingen ist eine schöne Stadt, aber die Sauberkeit lässt noch zu wünschen übrig.“
Deshalb wurde vor sieben Jahren die Aktion ins Leben gerufen. Angesprochen werden dabei vor allem auch Kinder und Jugendliche. Auch: „Denn wenn die Jüngeren erkennen, dass sie den Dreck der anderen Leute einsammeln, dann schmeißen sie auch nichts mehr weg.“
Die Agenda-Gruppe beschreibt die Sauberkeit in der Stadt unterm Kaltenstein als ordentlich, doch gebe es immer wieder Schwerpunkte, wo sich der Müll anhäuft: die Wege zum Bahnhof, das Industriegebiet Flosch, die Verkehrsachsen vom Burger King weg, der Bahndurchlass, der Weg zum Gymnasium, Bushaltestellen oder die Route von der Esso-Tankstelle an der B 10 in Richtung Bahnunterführung. „Wir wollen aber nicht den moralischen Zeigefinger erheben, sondern ein Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen“, so Auch in einem VKZ-Gespräch.
Am Samstag werden ab 8.30 Uhr in der Kelter die Buttons, Warnwesten und Müllsäcke an die Helfer ausgegeben. Offizieller Sammelbeginn ist dann um 9.30 Uhr – eine halbe Stunde später als in den Vorjahren. Willkommen sind auch spontane Sammler, die in der Kelter dann den angemeldeten Gruppen zugeteilt werden.
„Ich bitte Sie, die Agenda-Gruppe wieder zu unterstützen. Sie leisten so einen großen Beitrag zur Sauberkeit in unserer Stadt“, macht Oberbürgermeister Gerd Maisch Werbung für die Aktion. Maisch wird auch zur Mittagszeit auf Schloss Kaltenstein erwartet, wo die Helfer zu einem Eintopfessen eingeladen sind. Für die jungen Helfer wird dort ein kleines Programm mit einer Jongleurgruppe geboten.
Unterstützung gibt es für die Sammler von der Stadt und von Landwirten, die mit ihren Fahrzeugen den Müll einsammeln. Zentraler Sammelplatz ist der Platz beim Stadtbauamt.
Zuvor ist von den Freiwilligen aber Handarbeit gefordert. Leidiges Thema sind dabei die Zigarettenkippen, die achtlos weggeworfen wurden. Auch: „Nach dem Rauchverbot in den Wirtschaften wird das bestimmt wieder zu einem Problem.“
