Dienstag, 22. Mai 2012

Keine unendliche Geschichte


Die „Freunde der Georgskirche“ sind Geschichte. Die Vorstandschaft wurde am Mittwoch entlastet. Foto: Schmid
Die „Freunde der Georgskirche“ sind Geschichte. Die Vorstandschaft wurde am Mittwoch entlastet. Foto: Schmid

Oberriexingen (phs) – Die Oberriexinger Georgskirche wurde im November des vergangenen Jahres wieder eingeweiht, die Renovierungsarbeiten sind zum größten Teil abgeschlossen. Damit hat auch der Förderverein „Freunde der Georgskirche“ seine Existenzberechtigung verloren und wurde am Mittwoch aufgelöst.

Geldbeschaffung für die Renovierung des Oberriexinger Gotteshauses war der einzige Zweck des Fördervereins „Freunde der Georgskirche“. Diese Aufgabe haben die 182 Mitglieder gekonnt gemeistert. Mit ihrer Hilfe konnte die Georgskirche renoviert und im November 2007 wieder eingeweiht werden. „Mit der erfüllten Aufgabe hat der Förderverein nun seine Existenzberechtigung verloren“, sagte Dr. Hermann Strecker im Rahmen der definitiv letzten Mitgliederversammlung im Foyer der Oberriexinger Festhalle am Mittwoch.

Alle 67 anwesenden Mitglieder stimmten für die Auflösung des Vereins. Damit endet ein erfolgreiches Kapitel von bürgerlichem Engagement. Pfarrer Ulrich Gratz fand dafür passende Worte: „Der Verein war eine Erfolgsgeschichte, aber keine unendliche Geschichte.“ Dass es zur Auflösung kommen wird, sei schon seit der Gründung klar gewesen. Dennoch ist Gratz etwas wehmütig. „Als Pfarrer hoffe ich immer auf etwas danach und mit einem endgültigen Ende habe ich auch so meine Probleme“, sagte er.

Die Arbeit rund um das Gotteshaus an der Oberriexinger Hauptstraße findet mit der Vereinsauflösung aber noch lange kein Ende. Das Pfarrhaus ist nun an der Reihe. „Das kann man neben der wunderbaren Kirche ja jetzt nicht mehr so stehen lassen“, sagte Gratz. Und auch an der Kirche selbst müssen noch ein paar Kleinigkeiten gemacht werden. „Das sind alles Sachen, die man nur bei gutem Wetter machen kann.“ Erst wenn auch diese kleinen Arbeiten abgeschlossen sind, lässt sich die Renovierung der Kirche genau abrechnen. „Ich bin aber zuversichtlich, dass alles im Rahmen bleibt.“

Die Fäden der „Freunde der Georgskirche“ sind in den vergangenen vier Jahren bei der fünfköpfigen Vorstandschaft zusammen gelaufen. Dr. Hermann Strecker hatte das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen, Pfarrer Ulrich Gratz war sein Stellvertreter. Außerdem gehörten Claudia Haverkamp, Bürgermeister Willi Baur und Peter Heeb zur Vorstandschaft. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich auf der Hauptstraße fahre und dabei die neue Kirche bewundern kann“, sagte Peter Heeb.

Auf die Unterstützung der Oberriexinger hofft der evangelische Pfarrer auch in Zukunft. In den kommenden zehn Jahren stehe schließlich die Renovierung des Kircheninnenraums an. Dafür müsse aber noch gespart werden. „Der Verein ist zwar jetzt weg, aber die Menschen sind ja noch da“, sagte Gratz voller Zuversicht.


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