Vaihingen (ev) – Der Baulärm ist verstummt, die meiste Arbeit ist getan und fast alle neuen Räume sind bereits im Einsatz – die Erweiterung des Stromberg-Gymnasiums in Vaihingen ist fast fertig. Am 8. März findet die Einweihung statt, doch trotz der Fortschritte muss bis dahin noch einiges getan werden.
Eva Wirth
Schulleiter Hans-Günter Peisch und sein Stellvertreter Roland Wirth laufen nicht ohne Stolz durch die erweiterten Gänge des Stromberg-Gymnasiums. „Es ist viel heller geworden“, schwärmt zum Beispiel Peisch. „Und fast alle neuen Zimmer sind schon in Benutzung“, ergänzt Wirth. Doch so ganz zu Hause sind die beiden noch nicht. „Wie kommen wir jetzt in den Physikraum?“, fragt Wirth. Er weiß zwar schon, wo sich der Raum befindet, doch nicht alle Treppen und Wege führen nach Rom oder in diesem Fall zum Physikraum. „Aber daran werden wir uns auch noch gewöhnen“, sagt der stellvertretende Schulleiter schmunzelnd. Hauptsache, die Klassen, die im neuen Teil des Gymnasiums Unterricht haben, finden den Weg.
Und tatsächlich, in den neuen Räumen sitzen die Schüler an ihren Tischen und lernen eifrig Matheformeln, englische oder französische Vokabeln und deutsche Grammatik. „So konzentriert konnten wir während des Umbaus leider nicht immer arbeiten“, berichtet Peisch. Staub, Lärm und viel zu wenig Platz waren während der Bauarbeiten an der Tagesordnung. Doch das ist jetzt vorbei und vor allem Peisch freut sich darauf, wenn in ein paar Wochen die Putzkolonne anrückt und die Schule einem Großputz unterzieht. „Dann ist es hier endlich wieder sauber.“ Dringend nötig ist das Großreinemachen auch, denn die Handwerker haben ihre Spuren hinterlassen. In manchen Ecken ist es immer noch staubig. Vor allem die großen Fensterflächen sind voll mit Fingerabdrücken und Schmutz.
Ansonsten scheint der Umbau fast abgeschlossen zu sein. In den Klassenzimmern stehen Schränke, Stühle und Tische – der Unterricht kann uneingeschränkt stattfinden. Nur noch paar Kabel gucken aus der Decke, „und der Aufzug muss auch noch fertiggestellt werden“, berichtet Peisch. Auch die Computer für den Gemeinschaftsraum, die fertige Einrichtung für den Silentiumsraum und die Bepflanzung im Innenhof fehlen noch. „Auch das Kleinspielfeld ist noch nicht fertig“, sagt Peisch, aber dies tangiere ja den Unterricht nicht.
Fast fertig, aber noch nicht in Benutzung ist die Mensa, wo es ab März an zwei Mittagen in der Woche Essen geben wird. „Es kommt von einem Caterer, den die Mühlacker Schulen empfohlen haben“, berichtet Roland Wirth. In den nächsten Tagen gibt es für die Eltern deshalb auch einen Informationsabend. Auf jeden Fall sind sich Peisch und Wirth einig, dass das Essen gesünder ist als momentan. „Da wir in der Mittagspause den Pizzaservice zugelassen haben, gibt es gerade überwiegend Pizza“, sagt Peisch. Zwar wird der Caterer Sander auch italienische Backwaren im Angebot haben, aber es gibt laut Wirth auch gesundes Essen. „Mir hat beim Probeessen vor allem der Nachtisch aus Früchten geschmeckt“, erinnert sich Wirth.
Doch zurück zum Wesentlichen. Die Fachräume sind bereits in Benutzung und auch die sechs Klassenzimmer sind verteilt worden. „Wir haben nicht auf Vorrat gebaut. Wir brauchen jetzt schon alle Zimmer für unsere rund 650 Schüler“, erzählt Peisch.
Worauf Roland Wirth noch stolz ist, sind die Räume für NwT (Naturrissenschaft und Technik), ein Hauptfach für Schüler des naturwissenschaftlichen Profils. „NwT ist seit diesem Schuljahr verbindlich für alle Schulen und es ist toll, dass wir gleich im ersten Jahr die passenden Räume haben“, frohlockt Wirth.
Am 8. März findet im Stromberg-Gymnasium das Frühlingsfest statt. Ein perfekter Anlass, um die Erweiterung offiziell einzuweihen. Bis dahin sollen dann auch die Kabel in der Decke verschwunden sein und die Fenster sollen wieder blitzen und strahlen.
