Dienstag, 22. Mai 2012

Sanierungsgebiet im Kommen


Der rot markierte Bereich kennzeichnet das Sanierungsgebiet "Luigstraße" in Illingen. Foto: VKZ-Archiv
Der rot markierte Bereich kennzeichnet das Sanierungsgebiet "Luigstraße" in Illingen. Foto: VKZ-Archiv

Illingen (elf) – Genau neun Monate (25. April 2007) ist es nun her, dass die Gemeinde Illingen das Sanierungsgebiet „Luigstraße“ auf den Weg brachte. Vier Wochen zuvor gab es eine Förderzusage vom Land in Höhe von 650000 Euro. Wie weit sind die Kaufverhandlungen inzwischen gediehen? Kann in naher Zukunft mit einer Bebauung des Areals gerechnet werden? Die VKZ hat nachgefragt.
Klare Antwort von Bürgermeister Harald Eiberger: „Es geht knackig vorwärts.“ Die Rahmenbedingungen seien günstig, gibt sich der Schultes optimistisch. Das Verhandlungsklima mit den Grundstücksbesitzern sei gut. Außerdem würden die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen stimmen. Allerdings würden sich die Verhandlungen nicht einfach gestalten, da es einerseits um Millionenbeträge geht und andererseits noch einige Steine aus dem Weg zu räumen seien.
So habe das Areal zwischen Luigstraße, Uhlandstraße, Wilhelmstraße, Bachstraße und Rathaus eine Vorgeschichte, die ihre Spuren hinterlassen habe. Bodenverunreinigungen zum Beispiel. Für die sei der Eigentümer zwar nicht verantwortlich zu machen. Doch umso mehr müsse in dieser Hinsicht der Einkaufspreis in Relation zum Verkaufspreis stehen. Weiter gelte es, die künftige Nutzung zu berücksichtigen. Ein Gewerbegebiet sei günstiger zu realisieren als ein Wohngebiet, für das ein entsprechender Bebauungsplan aufzustellen sei. Teure Erschließungskosten seien die Folge. Zudem gebe es „Dinge, die sich im Vorfeld nicht beziffern lassen“. Welche Investoren gibt es und welche Vorhaben haben sie im Gepäck? Welche Vorhaben sind rechtlich realisierbar? Welche Vorstellungen hat der Gemeinderat? „Wir arbeiten uns Punkt für Punkt weiter“, sagt Eiberger.
Grundstück kaufen, bestehende Gebäude abbrechen, belastete Flächen sanieren, erschließen und bebauen – das gesamte Investitionsvolumen ist mit 20 bis 25 Millionen Euro veranschlagt. Wie die Bebauung einmal aussehen wird, darüber gibt es verschiedenen Vorstellungen aber auch bereits einen Entwurf. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich im nördlichen Teil des Geländes Handel, Handwerk und Dienstleistung ansiedelt und sich im südlichen Teil Wohnnutzung im sozialen Bereich anschließt“, so Eiberger.
Und der zeitliche Rahmen? „Wenn im März/April Vertragsabschluss wäre, könnten wir umgehend mit dem Bebauungsplanverfahren beginnen. Im Jahr 2009 könne dann mit der Sanierung und der Erschließung begonnen werden, um bis spätestens 2010 mit der Bebauung starten zu können.
Doch bei allem Optimismus warnt der Illinger Bürgermeister mit aller Deutlichkeit: „Wenn es in 2008 zu keinem Vertragsabschluss kommt, ist das Thema gestorben. Dann werden wir uns aber auch in Zukunft nicht mehr um Fördermittel bemühen müssen. Ich hoffe, dass dies von allen Beteiligten erkannt wird.“


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