Dienstag, 22. Mai 2012

Arbeitsgruppe für WEG-Trasse


Eine Arbeitsgruppe macht sich Gedanken über die Zukunft der WEG-Trasse. Foto: Bögel
Eine Arbeitsgruppe macht sich Gedanken über die Zukunft der WEG-Trasse. Foto: Bögel

Vaihingen (ub) – Ein unabhängiges Verkehrsgutachten für die Strecke der ehemaligen WEG-Bahn gibt es nicht. Dafür soll eine Arbeitsgruppe sich Gedanken über eine weitere Nutzung der früheren Nebenbahn zwischen Enzweihingen und Kleinglattbach machen. Das hat der Gemeinderat am Mittwochabend beschlossen.
Nach dem Stadtteilausschuss, den Ortschaftsräten in Kleinglattbach und Enzweihingen und der nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses war die Debatte im Gemeinderat die fünfte Runde zu diesem Thema. Anstoß war ein Antrag der Grünen von September 2007: Ein Verkehrsgutachten solle Klarheit in die Diskussion bringen, ob es sinnvoll sei, die Strecke überhaupt noch zu erhalten. „Wir meinen, der Gemeinderat und die Verwaltung sollten sich auch darüber eine Meinung bilden.“
Bei fünf Gegenstimmen lehnte der Gemeinderat ein Gutachten ab. Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Von allen Seiten haben wir die Aussagen, dass ein Gutachten wenig Sinn macht, weil niemand da ist, der die Trasse bedienen will.“ Die Verkehrsexperten des Verbandes Region Stuttgart beziffern eine Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsüberlegungen auf einen Preis zwischen 50000 und 100000 Euro.
 Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart kam bei einer Abschätzung der Fahrgastpotenziale auf der ehemaligen WEG-Trasse zum Ergebnis, dass die ermittelten Werte nicht geeignet seien, einen Weiterbetrieb der Schienenstrecke argumentativ zu stützen. Der VVS hält deshalb an der Einschätzung fest, dass bei einer Reaktivierung des Schienenverkehrs kein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufwand und verkehrlichem Nutzen zu erwarten wäre.
Bei einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat der Gründung einer Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Gemeinderats, der Ortschaftsräte Enzweihingen und Kleinglattbach, der beiden Ortsvorsteher, des Stadtteilausschusses und der Verwaltung (insgesamt 14 Leute) zu, die einen Vorschlag zur weiteren Nutzung der Schienentrasse ausarbeiten soll. Diese Lösung wurde auch von allen vorberatenden Gremien begrüßt.


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