Ochsenbach (ub). Großalarm für die Feuerwehren gestern Morgen: Bei einem Feuer in der Spielberger Straße in Ochsenbach wurde ein Wohnhaus zerstört. Die 87-jährige Bewohnerin konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Bereits von mehreren Kilometern Entfernung waren die Flammen zu sehen, die gestern kurz vor 6 Uhr in den Morgenhimmel über Ochsenbach loderten. Ein Wohnhaus in der Spielberger Straße 19 – Baujahr 1952 – stand in Flammen. 63 Wehrleute aus den Sachsenheimer Stadtteilen und Vaihingen – hier war die Drehleiter als Überlandhilfe im Einsatz – kämpften gegen die Flammen und den Rauch. Erst nach zwei Stunden waren die letzten Glutnester in dem dreistöckigen Gebäude gelöscht.
In dem Haus lebte die 87-jährige Frau nach dem Tod ihres Mannes alleine. Kurz vor 6 Uhr ging sie zu ihrem Sohn, der nur zwei Häuser weiter in der Spielberger Straße wohnte. Nach Auskunft der Polizei sagte sie: „Bei mir brennt es. Hole die Feuerwehr.“
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei brach das Feuer in der Küche aus, wo ein Holzofen stand. „Der Ofen ist vermutlich auch die Brandursache“, hieß es nach den ersten Ermittlungen vor Ort. Die Flammen breiteten sich schnell im ersten und zweiten Stock aus; auch die Zwischendecke zum Erdgeschoss wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nur mit Atemschutz konnten die Wehrleute das Gebäude betreten. Der Sachschaden wird auf rund 100000 Euro geschätzt.
Die 87-Jährige, die noch rechtzeitig das Haus verlassen konnte, wurde nicht verletzt. Sie ruhte sich während der Löscharbeiten auf der Couch des Sohnes aus.
Der Feuerwehrleitstelle Ludwigsburg wurde kurz vor 6 Uhr der Zimmerbrand, der sich zu einem sogenannten Vollbrand entwickelte, gemeldet. Alarmiert wurden die Wehren in Ochsenbach und Spielberg, parallel dazu die Floriansjünger in Hohenhaslach und Sachsenheim. Auf den Weg machte sich auch die Besatzung der Drehleiter aus Vaihingen. Der Gerätewagen Atemschutz der Ludwigsburger Feuerwehr brachte neuen Vorrat an Sauerstoffflaschen an die Unglückstelle. Neben der Polizei waren auch ein DRK-Rettungswagen und der DRK-Ortsverein Sachsenheim in Ochsenbach.
„Da alle Personen in Sicherheit waren, konnten wir uns voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren“, so Tobias Hirsch, Pressesprecher der Sachsenheimer Feuerwehr. Noch nach einer Stunde war im Dachgeschoss Feuerschein zu sehen, aus allen Fenstern quoll der dichte Rauch. Knapp 60 Feuerwehrleute versuchten bei minus fünf Grad, den Brand einzudämmen.
