Vaihingen (sr) – Weihnachten kommt wie immer plötzlich – quasi über Nacht. Leider konnten deshalb, wie jedes Jahr, noch nicht alle Geschenke besorgt werden. Keine Panik. Wir haben in Vaihingens Kernstadt herumgeschnüffelt und noch ein paar Ideen gesammelt.
Mit diesem Geschenk rückt das Schleckermaul dem siebten Himmel ein gutes Stück näher: Samba XXL. Das sind zwei Kilogramm Haselnuss-Schoko-Creme im Jumboglas. Da kann man mal „so richtig neilanga“, strahlt Klaus Gayer, Inhaber von Naturkost am Markt. Für Umwelt- und Gesundheitsbewusste, die sich zügeln können, genau das Richtige. Die Creme enthält keinen weißen Zucker, die Zutaten sind aus Öko-Anbau und der Kakao zudem fair gehandelt. Wie viele Kalorien sich in dem Glas befinden, wissen wir nicht. Um es mal positiv zu formulieren: Vielleicht reicht die enthaltene Energiemenge für das gesamte nächste Jahr. Feinere Gemüter könnten ihr Herz möglicherweise eher für einen Rotwein erwärmen, bei dem es ein Kellnerbesteck gratis dazu gibt. Die spanische Sorte mit dem klangvollen Namen „Casa De La Ermita“ durfte ein Jahr im Holzfass verbringen. Naturkost-Chef Gayer: „Ein satter saftiger Bio-Rotwein mit schönem Beerenaroma.“
Eine ganz andere Liebe hat Gabriele Bader entwickelt. Die Zuneigung zum kunstvoll geformten Blech begann, als sie von ihren Kindern ein derartiges Dreirädle samt Fahrer geschenkt bekommen hat. Inzwischen hat sie sich in der Stuttgarter Straße 61 in ihrem Lädle mit Blechspielzeug und Sammlerstücken umgeben. Dort findet der Suchende Rauchöfen aus dem Erzgebirge, Blechkarussells, Allerlei und ganz besondere Spardosen, die es in sich haben. Der schwäbische Sparfuchs legt vorne sein Kreuzerle rein und dreht an der Kurbel. Schon schaut der Specht zum Loch heraus, schnappt mit dem Blechschnabel die Münze und schleppt sie mit ins Spardösle.
Schöne Dinge aus Holz gibt’s mitten in der „City“ bei Holzspielwaren Braun. Der ultimative Tipp und Dauerbrenner, sagt Geschäftsführerin Conny Braun, sind die Weihnachtskrippenfiguren von Ostheimer. „Die werden sogar zu Hochzeiten gewünscht und verschenkt“, so Braun. Die Holzfiguren werden in Handarbeit auf der Schwäbischen Alb gefertigt und überdauern bei einigermaßen pfleglicher Behandlung Generationen.
Es weihnachtet auch schon feste im Schuhhaus Kalmbach. Verkäuferin Brigitte Schäfer weiß von Damen zu berichten, die ihrem Herzbuben Schuhe kaufen und unter den Weihnachtsbaum legen. Manchmal wird Schäfer auch unter vier Augen von Müttern instruiert, der Tochter ja keine Schuhe mehr zu verkaufen. Die gibt’s dann zu Weihnachten. Oder wie wär’s mit einem Gutschein vom Schuhhaus? Neben flotten Tretern gibt’s dort auch T-Shirts, Geldbeutel und Handtaschen.
Wem das alles zu bunt wird, der macht am besten die Fliege und nimmt seine Lieben mit. Im VKZ-Reisebüro stehen für solche Fluchten die Spezialisten bereit. Reisebüroleiter Matthias Schneider kennt den Renner kurz vor Weihnachten: Eintrittskarten, gerne in Kombination mit einer Städtereise. Beispielsweise der Trip nach Hamburg, mit dem integrierten Musical-Besuch. „Tarzan“ lockt dort eben so wie „Der König der Löwen“ und „Ich war noch niemals in New York“. Schneider spricht aus Erfahrung, wenn er sagt: „Viele Last-Minute-Schenker werden Jahr für Jahr bei uns glücklich.“
Und wenn alle glücklich sind, dann ist Weihnachten.
