Montag, 21. Mai 2012

Eiskalte Holzverkäufe






21/12 2009

Eisig kalte Holzverkäufe

Zum Ersten, zum Zweiten. Foto: Arning
Förster Weik: Zum Ersten, zum Zweiten... Foto: Arning

Sersheim/Rosswag (aa). Förster Ulrich Weik hatte vorgesorgt. Zwei Holzauktionen bei Temperaturen um minus 15 Grad sind nur mit einer Stiefelheizung durchzustehen. Und damit die Umsätze auch korrekt notiert werden konnten, wurden Bleistifte ausgegeben.
„Bei solchen eisigen Temperaturen habe ich noch selten Holz verkauft“, bilanzierte Weik am Sonntag. Zuerst brachte er das Holz für Roßwag und Aurich an den Mann, am Nachmittag war die Auktion für Sersheim und Kleinglattbach angesagt. Während er für den Vormittag von einem guten Verkauf sprechen konnte, blieben die Ergebnisse für Sersheim und Kleinglattbach hinter den Erwartungen zurück.
Die Auktion am Laihleweg beim Parkplatz an der Straße nach Großglattbach war zwar in den Vorjahren schon besser besucht, doch das wirkte sich nicht auf die Preise aus. Angeboten wurden 120 Festmeter Brennholz lang in 54 Verkaufslosen und 23 Flächenlose mit einer Menge von etwa 100 Raummetern. Am Ende kamen 8228 Euro in die Kasse. Der durchschnittliche Preis beim Brennholz lang lag bei 62,20 Euro, wobei die Spitzenpreise bis 80 Euro reichten. Verkauft wurde das gesamte Angebot. Armin Bäßler von der Vaihinger Kämmerei war erstmals bei einer Holzversteigerung im Einsatz. Das Anbieten übernahm jedoch Förster Weik. Da hier gleich kassiert wurde, musste mancher Käufer länger als geplant in der Kälte warten. Sandra Mandel und Armin Bäßler konnten am Ende kaum mehr schreiben beziehungsweise Geldscheine zählen.
Nur notdürftig aufgewärmt ging es für Weik um 12.30 Uhr bei der Sersheimer Waldhütte weiter: „Wir ziehen das jetzt durch.“ Bürgermeister Jürgen Scholz und sein Kämmerer hatten sich zwar krank gemeldet, doch mit dem Kämmererstellvertreter Kai-Uwe Lang, Antje Stockbrink und Rosemarie Schuhmacher gab es gleich drei aufmerksame Beobachter und Protokollanten auf dem Versteigerungsanhänger.
Aus dem Sersheimer Wald wurden 180 Festmeter Brennholz lang in 66 Verkaufslosen angeboten, dazu 20 Flächenlose mit rund 95 Festmetern. Hier lag der Durchschnittspreis bei 52,723 Euro/Fm. An die Gemeinde gingen Einnahmen von 11200 Euro. Für einige Lose gab es keine Bieter. Aus dem Staatswald (180 Festmeter Brennholz lang und 19 Flächenlose) wurden 6874 Euro eingenommen. Etwa ein Drittel der Lose blieb liegen. Bei den Flächenlosen lag der Spitzenpreis bei 250 Euro (Anschlag 120 Euro). Vom kleinen Angebot der Stadt Vaihingen gingen lediglich die Flächenlose weg.
Das übriggebliebene Holz wird jetzt durch die Bestellungen von Händlern abgesetzt. Hier gibt es alleine im Revierbereich von Ulrich Weik einen Bedarf von rund 500 Festmetern.


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