Montag, 21. Mai 2012

Flohmarkt in der Stadt




Flohmarkt-Stand in der Vaihinger Fußgängerzone. Foto: Bögel
Flohmarkt-Stand in der Vaihinger Fußgängerzone. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Die Idee war gut, nur das Wetter dazu passte nicht optimal. Am Samstag gab es erstmals einen Schüler- und Kinder-Flohmarkt in der Fußgängerzone. Damit sollte das Weihnachtsgeschäft angekurbelt werden. Allerdings schrumpfte die Zahl der Teilnehmer durch das frostige Wetter.
 „Aber wir werden die Idee wieder aufgreifen, denn es macht Sinn, Vaihingen zu beleben“, sagte Hans Becker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Vaihingen (WGV). Die WGV hat diesen Flohmarkt für die Kinder initiiert, nachdem beim Herbstmarkt bereits zahlreiche Flohmarktbestücker nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda zusammenkamen. „Wir hatten für die Aktion am Samstag 30 Anmeldungen“, so Becker. Eine Schulklasse sagte aber wegen Krankheit ab, andere Kinder machten ihr Engagement vom Wetter abhängig.
Und dies forderte von den kleinen Verkäufern einiges ab. Kalte Füße und kalte Nasen gab es bald nach Verkaufsbeginn. Nur wer gute Geschäfte machte, konnte sich an der vollen Kasse erwärmen. „Wir werden diesen Flohmarkt auf jeden Fall wiederholen – aber dann zu einer anderen Jahreszeit“, so WGV-Chef Becker.
Rund 15 Verkaufsstände gab es am Samstag in der Vaihinger Innenstadt. Einer davon gehörte der Familie Sert. Spiele, Bücher und Püppchen standen auf dem Tisch zum Verkauf. Doch Aycagül, Ferkan und Deborah hatten nach eineinhalb Stunden noch kein Glück: „Bis jetzt hat noch niemand etwas gekauft.“
Gegenüber hatten Marlen und Franziska aus Roßwag ihren kleinen Flohmarkt. „Die volle Bandbreite“, wie die Mutter berichtete. Jede Menge Spielsachen, Bücher, ein Wickelcenter, Buggys und sogar Bettwäsche hatten die beiden Mädchen im Angebot. „Wir hatten noch nicht ganz aufgebaut, da haben wir schon die ersten Sachen verkauft“, erzählten Marlen und Franziska stolz. Sie hatten vom Flohmarkt aus der Zeitung erfahren. „Das ist eine tolle Idee und trägt zur Belebung der Innenstadt bei.“
Einen Gemeinschaftsstand hatten am Samstag Emilia und Valentin zusammen mit ihren Müttern Sybilla Ferdinand aus Eberdingen und Margarete Rauer-Wolf aus Nussdorf. Vom Stromberg-Gymnasium aus wurde die Aktion bekannt gemacht und Emilia und Valentin entschieden sich hier mitzumachen. Bereits ab 50 Cent gab es hier verschiedene Sachen zu kaufen. „Wir haben beobachtet, dass vor allem Großeltern beim Flohmarkt eingekauft haben, so dass sie Spielsachen haben, wenn die Enkel zu Besuch kommen“, erzählte Margarete Rauer-Wolf. Allerdings waren sich die beiden Mütter aus Eberdingen und Nussdorf einig: „Im Sommer ist so eine Aktion besser. Heute ist es einfach zu kalt und die Verkaufssachen werden nass.“
Am Nachmittag gab die Jugendkapelle des Musikvereins Vaihingen auf Initiative der WGV an verschiedenen Standorten der Fußgängerzone – Abschluss war am Bürgerbrunnen – Straßenkonzerte. Zwar lagen Noten- und Textblätter zum Mitsingen in den Geschäften aus, doch waren die Musiker mit ihren weihnachtlichen Weisen meist unter sich.




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