Montag, 21. Mai 2012

Pultdach auf Wachtkopfhalle?




Zur optischen Demonstration ist ein Holzgerüst auf der Gündelbacher Wachtkopfhalle aufgebaut. Foto: Arning
Zur optischen Demonstration ist ein Holzgerüst auf der Gündelbacher Wachtkopfhalle aufgebaut. Foto: Arning

Gündelbach (ub). Heute Abend gibt es im Ortschaftsrat Gündelbach die erste Vorberatung – oder vielleicht auch gleich eine Entscheidung. „Wenn die Mehrheit eine Fotovoltaikanlage will, können wir auch sofort abstimmen“, sagt Ortsvorsteher Thomas Fritzlar. Ein Holzgerüst auf der Wachtkopfhalle demonstriert derzeit eindrucksvoll, wie sich ein Pultdach – die Voraussetzung für eine effiziente Nutzung der Sonne – auf der Halle machen würde.
Die anstehende Sanierung der Wachtkopfhalle – erbaut im Jahr 1982 als Maßnahme aus dem Eingemeindungsvertrag – ist das erste große Bauprojekt seit Bestehen. Außer Reparaturarbeiten wegen Sturmschäden musste an der Festhalle noch nichts gerichtet werden.
Das vorhandene Flachdach der Mehrzweckhalle weist jetzt aber gravierende Mängel bezüglich Wärmedämmung und Abdichtung (Blasenbildung) auf, so dass eine Sanierung ohnehin demnächst fällig wäre. Durch das Konjunkturpaket II des Bundes fließen 1,836 Millionen Euro nach Vaihingen, davon 295000 Euro in der Infrastrukturpauschale. Dieser Bereich fördert Maßnahmen wie zum Beispiel Mehrzweckhallen, Verwaltungsgebäude und den Feuerwehrbereich. Der Schwerpunkt (30 bis 40 Prozent des Gesamtvorhabens) muss auf der energetischen Sanierung liegen.
Durch diese Subvention kann die Dachsanierung der Wachtkopfhalle vorgezogen werden. Gleichzeitig kann die vom Brandschutz geforderte Rauch- und Wärmeabzugsanlage in das Dach integriert werden. Waldemar Mann von der Hochbauabteilung der Stadt: „Diese Forderung ist zwingend und kann dadurch mit den Fördermitteln voll finanziert werden.
Auf Vorschlag des Ortschaftsrates Gündelbach kam jetzt die Variante mit dem Pultdach ins Spiel. Ortsvorsteher Fritzlar: „Wenn wir schon Energiesparmaßnahmen machen, dann bietet sich ein Pultdach mit einer Fotovoltaikanlage an.“ Die Holzkonstruktion demonstriert dies mit einer Neigung von zehn Grad; die Vermarktung der Energie soll in Gündelbach bleiben.
Während die Entscheidung pro und contra Pultdach noch nicht gefallen ist, ist klar, dass die vorhandene Dämmung und die Dachdichtung komplett abgenommen und nach heutigem Stand der Technik neu aufgebracht werden muss.




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