Montag, 21. Mai 2012

Brennholzverkauf mit gutem Umsatz


Die Versteigerung läuft gut. foto: Arning
Die Versteigerung läuft gut. Foto: Arning

Roßwag/Aurich (aa) – Die Rechnung ist aufgegangen. Beim ersten Vaihinger Holzverkauf dieses Winters klingelten die Euro in der Stadtkasse. Exakt 8599 waren es. „Wir sind sehr zufrieden.“ Detlef Fischer vom städtischen Liegenschafts- und Gebäudewirtschaftsamt und Revierförster Ulrich Weik hatten sich zum Start der Versteigerungsserie ein solches Ergebnis erhofft. Sie schlossen damit an das gute Ergebnis von 2007 an.
Ein regelrechter Polarwind fegt um die kahlen Bäume hinter dem Parkplatz Großer Wald an der Straße in Richtung Großglattbach. Es ist beißend kalt an diesem Samstagmorgen. Doch der Holzverkauf zieht. Um die 200 Personen stehen um 10 Uhr um Fischer und Weik. Nebenan dampfen die Glühwein- und Wurstbehälter. Der Stromerzeuger macht zwar zunächst Faxen, doch dann kommt er in Schwung. Und das trifft auch auf die Besucher zu.
„Wer rechtzeitig gefrühstückt hat, kann um zehne scho an Glühwein drenga“, lacht Roßwags Ortsvorsteher Hans-Dieter Eisinger mit dem wärmenden Becher in den Händen. Fischer und Weik behalten auf Kisten stehend den Überblick. 140 Festmeter Brennholz lang und 23 Flächenlose mit 128 Raummetern haben sie heute im Angebot.
Weik erklärt den kleinen Unterschied von Raum- und Festmetern. Ein Festmeter entspreche einem Kubikmeter fester Holzmasse, das heißt ohne Zwischenräume in der Schichtung. Das entsprechende Maß mit Zwischenräumen sei der Raummeter. Ein Festmeter entspreche etwa 1,4 Raummetern. Und bei ihm werde halt das Flächenlos nach Raummetern angegeben, meint der Förster. Alles klar?
Noch ein Hinweis zu den Sägekursen. Eigentlich sind sie ja Pflicht. Auch für die, die seit 15 Jahren im Wald schaffen. Doch bei so vielen Leuten, die sich für Brennholz interessieren, kommt man kaum nach mit der Schulung. Und die Schutzkleidung ist ganz wichtig. „Nicht in den ältesten Jeans schaffen“, ist der dringende Rat. „Die Schnittschutzhose und die richtigen Stiefel sind unbedingt erforderlich“, mahnt der Förster. Und natürlich der Helm.
Nach eineinhalb Stunden ist fast alles verkauft. Sicher ist sicher, haben sich wohl die meisten gedacht und sich nicht vom momentan günstigen Ölpreis beeindrucken lassen. Die Spitzenpreise für Brennholzlose lang mit Buche, Esche und Ahorn liegen bei knapp unter 80 Euro. Es hat sich wieder gezeigt, dass insbesondere Holz, das mit dem Vollernter aufbereitet wurde oder Holz aus Schwachholzdurchforstungen beim Verkauf wesentlich mehr erzielt. Lose aus Altholzbeständen (in der Regel stark und sehr astig) sind weniger begehrt.
 Gerade drei „lange Lose“ sind am Samstag übrig geblieben und einige Mini-Flächenlose, in denen der Vollernter im Einsatz war und wenig Holz übrig gelassen hat. Doch Förster Weik ist sich sicher, dass die Reste in den nächsten Tagen weg gehen. Auch Käufer aus den benachbarten Enzkreisgemeinden Mühlhausen und Großglattbach waren unter den Kunden. Bis zum 30. April sollte das Holz aus dem Wald verschwunden sein.
Weitere Versteigerungsaktionen sind in Kleinglattbach (3. Januar), Horrheim (7. Februar, auch für Gündelbach und Ensingen) und Enzweihingen (14. Februar, auch für Riet) geplant.


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