Ensingen (oh) – Um Schäden von der heimischen Landwirtschaft abzuwenden, ist die Jägerschaft verstärkt bemüht, die Wildschweinbestände zu reduzieren.
Jeder aufmerksame Waldbesucher wird bestätigen können, dass in den vergangenen Jahren eine starke Bucheckern- und Eichelmast stattgefunden hat. Dies ist in erster Linie auf die Schädigung der Bäume zurückzuführen, die gemeinsam mit den trockenen Jahren eine sogenannte Notreife ausgelöst hat.
Hierbei können leicht einige Tonnen natürliche Äsung je Hektar Waldfläche zusammenkommen. Mit der Zunahme des Maisanbaus und den milden Wintern konnten sich die Wildschweine so erheblich vermehren.
Durch das vergehende relativ feuchte Jahr wurde von den nun weniger gestressten Bäumen fast keine Nahrung produziert. Die hungrigen Sauen richten auf der Suche nach Nahrung nun vermehrt Schäden an. Im Stromberg wurden in den letzten Wochen viele erfolgreiche revierübergreifende Drückjagden durchgeführt.
Nur wenige Insider wissen, dass für die Durchführung eines solchen Jagdtages viele Tage der Vorbereitung notwendig sind. So muss der technische Zustand aller jagdlichen Einrichtungen und deren Standort überprüft werden. Schussbereiche sind zu schaffen, Pirschwege werden hergerichtet. Die Jagdteilnehmer müssen eingeladen werden. Nach der Jagd ist das erlegte Wild zu versorgen und zu vermarkten.
Ob dann am Tagesende eine erfolgreiche Strecke erlegtes Wild genannt werden kann, hängt nicht nur von den umfangreichen Vorarbeiten ab, es ist auch noch eine gehörige Portion Glück dabei. Dass im Ensinger Jagdrevier Nord aber alles gepasst hat, zeigt die erfolgreiche Strecke von 31 Stück erlegtem Wild, davon 19 Wildschweine.
Zusammen mit dem Revier Süd wurden so auf der Markung Ensingen im laufenden Jagdjahr 40 Stück Wildschweine erlegt.
