Illingen (phs) – Bei der Illinger Jugendarbeit gibt es ein neues Gesicht: Melanie Anthoni hat Stephanie Baust als Sozialarbeiterin abgelöst. Anthoni möchte das Jugendhaus in Illingen in Zukunft auch für ältere Jugendliche attraktiv machen.
Bisher ist in Illingen die Talaue unter Jugendlichen der beliebteste Treffpunkt. Doch das soll sich in Zukunft ändern: Die neue Sozialarbeiterin der Gemeinde, Melanie Anthoni, will die älteren Jugendlichen ins Jugendhaus holen. „Da gehören sie auch hin“, sagt die junge Frau, die Anfang des Monats von Stephanie Baust die Jugendarbeit übernommen hat. Baust hat Illingen auf eigenen Wunsch verlassen und arbeitet jetzt für die Stadt Maulbronn.
Bisher sind im Jugendhaus in der alten Schule vor allem Jüngere anzutreffen. Sie treffen sich zum gemeinsamen Frühstück, backen zusammen Pizza und beschäftigen sich mit Gesellschaftsspielen. Aber auch für die Älteren hat das Jugendhaus etwas zu bieten: „Wir haben einen Barbetrieb und natürlich könnten hier auch ab und zu Konzerte stattfinden“, sagt Anthoni, die davon überzeugt ist, dass das Illinger Jugendangebot noch nicht gut vermarktet ist.
Die 22-Jährige hat an der Berufsakademie in Stuttgart Sozialpädagogik studiert und sich in dieser Zeit ihre praktischen Fähigkeiten im Jugendhaus Markgröningen angeeignet. Zuvor arbeitete sie in einem Altenheim und machte ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Pforzheim. In der Goldstadt arbeitete sie unter anderem auch in der Erziehungsberatung und kümmerte sich dort um Scheidungskinder.
In Illingen ist Melanie Anthoni zu 50 Prozent angestellt. Zusätzlich hat sie auch in Niefern eine 50-Prozent-Stelle. Früher teilte sich Illingen die Stelle mit Maulbronn. Die Klosterstadt hat jetzt jedoch die frühere gemeinsame Jugendarbeiterin Stephanie Baust voll angestellt.
Geht es nach dem Willen von Melanie Anthoni, so werden in Illingen bald regelmäßig Nachmittagsveranstaltungen stattfinden. Außerdem soll das Jugendhaus in den Zeiten, in denen die Schüler der benachbarten Schule Pause haben, geöffnet sein. „Nur so können wir die Jugendlichen für uns gewinnen“, ist sich Melanie Anthoni sicher.
