Illingen (eld) – Intensiv hatten sich die Musiker in wochenlanger Probearbeit auf das Konzert vorbereitet. Begeisterter Applaus war am Sonntag der Lohn für die Mitglieder vom Musikverein Illingen. Rund 500 Besucher kamen zum musikalischen Highlight des Jahres in die Stromberghalle.
Das Konzert wenige Tage vor Weihnachten ist traditionell der musikalische Höhepunkt des ganzen Jahres, wie Markus Eichler betonte. Der Dirigent des Blasorchesters hatte sich mit seinen 45 Musikern seit Monaten auf den Abend vorbereitet und ganze Probenwochenenden angesetzt.
„Die Kapelle ist noch sehr jung, “ sagte der Dirigent aus Weil der Stadt. Entsprechend ausgewählt war das Programm vor allem im zweiten Teil des Abends. Da ging es musikalisch zurück in die „Eighties“ mit Melodien von Michael Jackson bis zum Phantom der Oper. Das komplette Saxophon-Register mit immerhin sechs Musikern war beim Stück „Let me Phone you“ zu erleben.
Und weiter ging es, passend zu dem von Heinz Weidlich aus Vaihingen gestalteten Bühnenbild, zurück in das Amerika der dreißiger Jahre. Dem „Tribute to Louis Armstrong“ folgten heiße Klänge mit viel Schlagwerk („Viva Brasil“). Doch Markus Eichler und seine Akteure hatten auch an die „älteren Semester“ im Saal gedacht und so den Abend mit klassischer Blasmusikliteratur eröffnet. Der sinfonischen Blasmusik, den „Pacific Dreams“, folgten unter anderem der Marsch „Mein Regiment“ von Hermann Ludwig Blankenburg.
War Michael Gerdes, Leiter der Jugendkapelle, vor dem Auftritt noch etwas nervös gewesen, so strahlte er kurze Zeit später. „Das war super“, gab er sich ganz zufrieden, nachdem seine 26 Nachwuchsmusiker vom Publikum gefeiert worden waren. Ohne Zugaben durften sie die Bühne nicht verlassen.
Zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind die Musiker von Gerdes, die sich seit den Sommerferien auf diesen Auftritt vorbereitet hatten. „Wir hatten ganze Probetage und viele Satzproben“, sagte der Dirigent aus Bönnigheim, der seit zweieinhalb Jahren mit den Illingern zusammen arbeitet.
Erst im Sommer hatte sich ein größerer Umbruch vollzogen. Denn heuer waren besonders viele Jungmusiker beziehungsweise Leistungsträger in das Blasorchester gewechselt und ebenso vom Schülerorchester aufgerückt. „Wir haben den Sprung vom Niveau her gut geschafft“, stellte Gerdes am Sonntag fest.
Mit „Hobbits Dance and Hymn“ hatten er und die Jugendkapelle ein großes Orchesterwerk einstudiert. Im fünfviertel Takt ging es mit „Take Five“ weiter. „Adventure Games“ heißt das Stück von Ennio Salvere, das große Herausforderungen an das Rhythmusgefühl der Musiker stellte.
Fünf Saxophone, drei Klarinetten und eine Trompete“ waren nach den Sommerferien von der Schüler- in die Jugendkapelle gewechselt. Dass auch hier Wiebke Kitzberger gute Arbeit leistet, davon konnten sich die Besucher zur Einstimmung vor dem Programm überzeugen, durch das Anita Dworschak führte.
