Montag, 21. Mai 2012

Scheune in Gündelbach brannte ab




Die Feuerwehrleute konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Foto: Elsässer
Die Feuerwehrleute konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Foto: Elsässer

Gündelbach (elf) – Lichterloh brannte am Samstagabend im Gündelbacher Gewann Letten eine Scheune. Die Vaihinger Feuerwehr konnte mehr oder weniger nur noch zusehen, wie das Gebäude restlos abbrannte und baute einen Riegel auf, um die umliegenden Scheunen zu schützen.
Es war gegen 19 Uhr, als der Brand der Scheune unterhalb der Katharinenstraße am Ortsausgang Richtung Häfnerhaslach entdeckt wurde. Sogar von Schützingen und Horrheim aus war das Feuer zu sehen. Gleich mehrfach alarmierten aufmerksame Bürger Polizei und Feuerwehr. „Brand 4“ meldete die Einsatzleitzentrale an die Vaihinger Feuerwehr: „Vollbrand“.
„Als wir mit unserem Löschzug eingetroffen sind, brannte die Scheune lichterloh – da war nichts mehr zu retten“, sagte Stadtbrandmeister Thomas Fais. Somit war für die Wehrleute schnell klar, dass es weniger um das Löschen des Feuers als um den Schutz der umliegenden Gebäude ging. Starker Funkenflug drohte, ein weiteres Feuer zu entfachen. So bauten die Floriansjünger einen Riegel auf und bespritzen eine nur wenige Meter daneben stehende Scheune mit Wasser.
Ein Problem, mit dem die Feuerwehr bei dem Einsatz zu kämpfen hatte, war die Wasserversorgung, denn einen Wasseranschluss gibt es in dem Gewann nicht. Einen Hydranten konnten die Hilfskräfte in der Katharinenstraße anzapfen. Doch damit war erstmal Schluss. Also musste der Schlauchwagen der Horrheimer Feuerwehr herhalten. Mit seiner Hilfe legten die Feuerwehrleute entlang der Lorenzenstraße eine 500 bis 600 Meter lange Doppelleitung zur Metter und mussten hierfür sogar die Schützinger Straße überqueren.
Die völlig abgebrannte, erst zehn Jahre alte Scheune bestand aus vier Teilbereichen und hatte vier Besitzer. Auf dem gesamten Dach waren Fotovoltaikanlagen installiert. Im Innern der Scheune befanden sich ein Pkw, ein Kleintransporter, ein Traktor, ein Pkw-Anhänger, Motorsägen und weitere Kleinmaschinen sowie Brennholz. Erst am Nachmittag hatte einer der Besitzer in der Scheune Holz zerkleinert. Der bei dem Feuer entstandene Gesamtschaden wurde von der Polizei auf rund 160000 Euro geschätzt.
In unmittelbarer Nähe zur Scheune befindet sich ein Stromverteilerkasten. Deswegen wurde ein Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgungsunternehmens gerufen, um die Leitungen abzuklemmen. Die Brandursache war zunächst unklar, weswegen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ein Brandsachverständiger hinzugezogen und der Brandort beschlagnahmt wurde. An den Löscharbeiten waren rund 70 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen beteiligt. Diese hatten allerdings nicht nur mit Löscharbeiten zu tun, sondern mussten auch noch ein festgefahrenes Polizeiauto und ein steckengebliebenes Feuerwehrauto befreien.




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