Montag, 21. Mai 2012

Brückenbau wird teurer




Bau der Roßwager Enzbrücke wird um 500 000 Euro teurer. Foto: Bögel
Bau der Roßwager Enzbrücke wird um 500 000 Euro teurer. Foto: Bögel

Roßwag (ub) – Das ist eine Steigerung um fast 40 Prozent. Der Neubau der Enzbrücke im Zuge der Kreisstraße 1649 in Roßwag wird um 500000 Euro teurer als ursprünglich geplant. So kostet das Projekt jetzt 1,8 Millionen. Der Ludwigsburger Kreistag hatte gestern Nachmittag die Mehrkosten zu beschließen.
Die Kostenerhöhung entsteht hauptsächlich durch den Straßenbau, der bei der Entschärfung der gefährlichen Kurve nach der Brücke in Richtung Aurich erforderlich wird. Dadurch entstehen ursprünglich nicht einkalkulierte Kosten von rund 300000 Euro. Außerdem erwartet die Kreisverwaltung Mehrkosten von 200000 Euro beim Brückenbau durch die inzwischen gestiegenen Stahl- und Betonpreise. Zudem wurde durch Bodenuntersuchungen festgestellt, dass wegen des schlammigen Untergrundes die Gründung der Widerlager und Brückenpfeiler aufwwndiger wird als ursprünglich gedacht.
Nach den aktuellen Berechnungen erhöhen sich die Kosten von 1,3 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro. Abzüglich der Zuschüsse nach dem Entflechtungsgesetz (ehemals GVFG) von 900000 Euro, beträgt der Kreisanteil 900000 Euro und steigt damit um 100000 Euro gegenüber der Kostenschätzung.
Die neue 68 Meter lange Stahlbetonbrücke mit zwei Brückenpfeilern soll direkt neben der alten Brücke erstellt werden. Um die Verkehrsbehinderung während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, kann während der Bauzeit die alte Brücke weiter benutzt werden. Die enge Kurve vor der Brücke aus Richtung Aurich soll durch eine Anpassung der Linienführung entschärft werden. „Für die neue Brücke müssen wir wegen der wasserwirtschaftlichen Vorgaben und um die Sicherheit der Roßwager Bürger im Hochwasserfall zu erhöhen einen höheren Hochwasserdurchflussquerschnitt vorsehen. Die neue Brücke liegt deshalb insgesamt höher als die alte Brücke“, sagt der zuständige Dezernent Jürgen Vogt.
Die neue Brücke wird bezüglich Breite, Tonnage und Ausstattung den heute gültigen Standards angepasst. Die Fahrbahnbreite wird auf 7,0 Meter ausgelegt (alte Brücke 4,5 Meter). Die Fahrbahnkappen, die als Geh- und Radweg dienen, erhalten Regelbreiten von 1,5 Meter (alte Brücke 0,5 Meter – 0,75 Meter). Die seitherige Tonnagebeschränkung von 16 Tonnen entfällt. Mit dem Bau soll im Sommer 2009 begonnen werden.




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