Montag, 21. Mai 2012

Jahresfeier des TV Vaihingen


Große Mädchengruppen beim TVV. Foto: Arning
Große Mädchengruppen beim TVV. Foto: Arning

Vaihingen (aa) - Auch beim Turnverein Vaihingen sind die Ideen zur Gestaltung der Jahresfeier nicht unerschöpflich. Dieser Eindruck drängte sich am Samstagabend in der Stadthalle auf. Es gab in der Vergangenheit sicher schon Veranstaltungen mit einem höherem Unterhaltungswert, was aber bitte nicht als Kritik an den Akteuren auf der Bühne verstanden werden soll.
Es ist offensichtlich beim TVV wie bei anderen Vereinen: Viele potenzielle Auftrittsgruppen – die hat der TVV bestimmt in Hülle und Fülle – gehen lieber in Deckung, wenn an sie die Frage herangetragen wird, wie es denn mit einem Beitrag zur Jahresfeier aussieht. Der eine oder andere Gast schwelgte in Erinnerungen an frühere Feiern – die sich mitunter natürlich auch verklären.
Hans Uwe Wolf, bei dem wieder die Koordination lag, ist es am Samstag dennoch gelungen, zwei ansprechende Veranstaltungen auf die Bühne zu bringen. Die Kinder- und Jugendfeier am Nachmittag in einer „rappelvollen Halle“ (Vorsitzender Dietrich Schreek), die abendliche Sport-Gala vor gut besetztem Haus und mit straffem Zeitplan (zwei Stunden), der am Ende lediglich durch die Trommelshow von Georgie Hocker in die Länge gezogen wurde.
„Lasst uns froh und munter sein!“ Moderator Wolfgang Walz stimmte mit seinem auf der Mundharmonika vorgetragenen Weihnachtslied auf den Abend ein und fand ein durchaus munteres und dankbares Publikum vor, das von der Seniorengymnastik der Frauen unter der Leitung von Marianne Merz mit einer Stuhlgymnastik eingestimmt wurde. Es hat sich eingespielt, dass aus dem Programm des Nachmittags immer auch am Abend einige Gruppen zu erleben sind. Diesmal zum Beispiel eine Gruppe Mädchenturnen unter der Leitung von Sandra Martin mit Schwebebalken-Vorführungen. Eine weitere Mädchen-Formation von Johanna Grözinger bot eine etwas andere Eltern-Kind-Vorführung mit aufgemotzten Kids. Dass es im TVV auch die Möglichkeit gibt, Karatesport auszuüben, demonstrierten zwei Sportler.
 Clarissa Riede und Angie Schönstein hatten mit ihren Mädchen das Trampolin als zentrales Sportgerät gewählt, variierten mit Luftballons und Seilen zu Abba-Hits. Immer wieder eindrucksvoll sind die Judosportler unter der Leitung von Michael Supper. Wenn sie sich gegenseitig auf die Matte knallen, bleibt so manchem im Saal fast das Herz stehen. Die Teenie-Aerobic unter der Regie von Kristin Hohl fegte fetzig über die Bühne, während bei der altersmäßig stark durchmischten Tai-Chi-Gruppe (Achim Haubennestel und Renate Bienenstein) keinerlei Hektik angesagt war. Immerhin bewegte man sich ja auch zum Weihnachtslied „Stille Nacht“.
„Wir geh’n no lang net ens Bett“, hieß es bei der Fitnessgruppe der Frauen (Susanne Merz) mit dem Zusatz: „Und scho gar net alloi.“ Dabei wurde demonstriert, dass man nicht unbedingt einen Stepper braucht, um sich in Bewegung zu bringen. Auch eine Holzscheibe in der entsprechenden Größe tut es. Das Finale war wieder einmal für die Jedermänner (Kristin und Hans Hohl) reserviert, die bei „Evolution of dance“ über die Bühne zappelten und schließlich im Zugabeblock noch mit vielen Mitwirkenden und dem Publikum zu einer Trommel- und Schepper-Party einluden. Dafür ist Georgie Hocker die erste Adresse in der Stadt.
Bevor wir es vergessen: Geehrt und gedankt (zum Beispiel der Stadt für die Aufstockung des Jugendzuschusses) wurde natürlich auch. Die sportlichen Erfolge des TVV (Judo, Reiten, Schwimmen, Faustball, Tennis, Leichtathletik…) sind in jedem Jahr beachtlich. Da reicht die Vorbühne für die vielen Personen kaum aus. Wir werden die Namen noch gesondert veröffentlichen.


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