Montag, 21. Mai 2012

Standortvorschläge akzeptiert


Feuerwehrpräsentation in Vaihingen. Foto: A
Feuerwehrpräsentation in Vaihingen. Foto: A

Vaihingen (aa) – Da gab es nichts zu kritisieren: Der Vaihinger Stadtteilausschuss ist mit den Standortvorschlägen für den Bauhof mit Wasserwerk, die Feuerwehr und dem Rathaus für technische Ämter einverstanden.
 Seit Jahren wird diskutiert; jetzt soll endlich ein Knopf an die Sache kommen. Die finanziellen Mittel sind offensichtlich vorhanden. 17,5 Millionen Euro sind in der mittelfristigen Finanzplanung für die drei Projekte eingeplant. „Wir wollen ohne jegliche Kreditaufnahme über die Runde kommen“, sagt Oberbürgermeister Gerd Maisch. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Maßnahmen schultern können – wenn nicht die ganz große Krise ausbricht.“ Immerhin habe die Stadt 23 Millionen Euro in der Rücklage (und bei solventen Instituten angelegt).
„Unser Zeitplan ist sehr ambitioniert“, meinte OB Maisch. Der Baubeginn für die Feuerwache ist für den Sommer 2010 ins Auge gefasst. Deshalb pressiert es jetzt auch mit ersten Beschlüssen. Damit der Zuschussantrag für den Bau der Feuerwache rechtzeitig bis zum 15. Januar gestellt werden kann, müssen erste Pläne erstellt werden (was das Spezialbüro kplan erledigen soll). Der Gemeinderat soll am 17. Dezember das Freizeichen geben.
Als Standort für die neue Feuerwache ist bekanntlich das Gebiet Fuchsloch (Quartier zwischen der neuen Bahnhofstraße, der Kreisstraße nach Kleinglattbach und der Schnellbahntrasse) ins Auge gefasst worden, das vor allem auch im Bezug auf die Einsatzerfordernisse als günstig gilt. Alle Grundstücke sind hier im Besitz der Stadt.
Das Technische Rathaus soll in den Bereich Adlerplatz, Marktgasse, Radbrunnengasse verlegt werden. Stadtplaner Ernst Loos: „Die Sanierung des jetzigen Gebäudes würde teurer kommen als ein Neubau.“ Damit wolle man auch einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leisten. Ein Teil der Flächen ist bereits im Eigentum der Stadt; Oberbürgermeister Maisch hat weitere Grundstücksbesitzer schon mal per Brief vorgewarnt, dass sich etwas tun könnte. Angedacht ist ein dreigeschossiger Bau, in dem eventuell auch das Bürgerbüro untergebracht werden könnte. Der OB: „Die jetzigen Bürgerbüroräume könnten wir anders nutzen.“ Insgesamt erhofft man sich vereinfachte Funktionsabläufe durch die Nähe zur übrigen Verwaltung und könnte städtebauliche Missstände beheben.
Der Baubetriebshof mit Wasserwerk würde letztlich nach dem Auszug der Feuerwehr und der technischen Ämter der einzige Nutzer des Grundstücks an der Friedrich-Kraut-Straße bleiben. Alle Nutzungsanforderungen könnten an diesem zentralen Standort uneingeschränkt realisiert werden. Er sei auch groß genug, um auf spätere Änderungsnotwendigkeiten reagieren zu können. „Wir überplanen natürlich das gesamte Areal“, betonte Bürgermeister Wilfried Nestle auf eine Frage zu dem „Drecksloch“ mit den Gärten. Auch für den Mina-Lenges-Kindergarten gebe es eventuell mehr Luft.
„Das Vorhaben wird generalstabsmäßig angegangen und natürlich öffentlich ausgeschrieben“, unterstrichen Nestle und Maisch. Ob es eine europaweite Ausschreibung geben wird, sei noch nicht hundertprozentig sicher. Die Rangfolge Feuerwehr, Technisches Rathaus und Bauhof dränge sich auf, doch der Ablauf werde sich sicher verzahnen. Ein Rad müsse ins andere greifen. Die Standortwahl wurde im Stadtteilausschuss einstimmig akzeptiert.


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