Samstag, 04. Februar 2012

Brennholz boomt


Wer bietet, muss deutliches Handzeichen geben. Foto: Elsässer
Wer bietet, muss deutliches Handzeichen geben. Foto: Elsässer

Aurich/Roßwag (elf) – Mit einem Erlös von 8549 Euro startete der Brennholzverkauf in Vaihingen in das Winterhalbjahr 2007/08. Bei einer gemeinsamen Auktion aus den Stadtteilen Aurich und Roßwag gingen in anderthalb Stunden rund 150 Festmeter Holz erheblich über dem kalkulierten Anschlag weg.
So hat sich das Detlef Fischer, Leiter der Vaihinger Liegenschaftsabteilung, vorgestellt: 18 Prozent über dem Anschlag beim Brennholz lang und sogar 93 Prozent über dem Anschlag bei den Flächenlosen – die Nachfrage nach Brennholz ist ungebrochen. Am Ende blieb nichts mehr übrig außer der Erkenntnis, dass sich die Leute geradezu auf das Holz stürzen. Kein Wunder, dass sich Detlef Fischer freute: „Das ist super gelaufen.“
Dabei wurden die Anschläge gegenüber dem Vorjahr bereits um vier Prozent höher angesetzt. Beim Eichenholz und sonstigem Laubholz ging es bei 48 Euro pro Festmeter los, die Buche startete bei 53 Euro pro Festmeter.
Rund 120 Festmeter Brennholz lang und 20 Flächenlose (etwa 30 Festmeter) aus dem Stadtwald kamen am Samstag hinter dem Parkplatz Großer Wald – Laihleweg an der Straße in Richtung Großglattbach unter den Hammer. Dabei orientierten sich Revierförster Ulrich Weik und die städtische Liegenschaftsabteilung an den Mengen vom Vorjahr. Eigentlich hätte es ruhig auch etwas mehr sein können. Zwar blieben im vergangenen Winter noch ein paar Lose übrig, dafür waren am Samstag ungefähr doppelt so viele Käufer da als beim letzten Mal.
Das begründen Weik und Fischer allerdings nicht nur mit dem großen Interesse an Brennholz. Auch der erstmalig gewählte Termin zwischen den Feiertagen habe seinen Teil zum positiven Ergebnis beigetragen. Fand der Holzverkauf für Roßwag und Aurich im vergangenen Winter erst im März statt, so trug heuer der Einsatz einer Vollerntemaschine dazu bei, dass das Brennholz deutlich früher angeboten werden konnte. „So früh hatten wir noch keinen Verkauf“ erinnerte sich Ulrich Weik.
Vom Revierförster gab es auch den Hinweis, dass ein Merkblatt, das von den Kunden zu unterschreiben war, als Grundlage für eine sichere Aufarbeitung des Brennholzes dient. So ist zum Beispiel ein Lehrgang im Umgang mit der Motorsäge ebenso Pflicht wie die entsprechende Kleidung. „Es kommt leider immer wieder vor, dass die Vorschriften nicht eingehalten werden“, sagte Ulrich Weik. Treffe er bei seinen Rundgängen auf jemanden ohne Schutzkleidung, stelle er die Sägearbeiten unvermittelt ein. Manch Unverbesserlicher habe auch schon eine Mitteilung bekommen, dass er künftig von Holzauktionen ausgeschlossen ist. Das Problem: Die notwendigen Lehrgänge in Holzernte und Motorsägentechnik sind bereits über Jahre ausgebucht.
Dennoch ist die Nachfrage nach Holz ungebrochen. So wird es auch an den kommenden Versteigerungsaktionen in den Stadtteilen Enzweihingen (26. Januar) und Horrheim (9. Februar) zu einem großen Interesse beim Kunden sowie zu guten Erlösen bei der Stadt Vaihingen kommen.


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