Montag, 21. Mai 2012

Blasmusik an Heiligabend


Konzert in Enzweihingen. Foto: Bögel
Konzert in Enzweihingen. Foto: Bögel

Vaihingen (ub) – An Heiligabend erfreuen die Musiker in allen Orten die Menschen mit besinnlichen Klängen. Ein kleiner Streifzug.
Es ist kurz vor 13 Uhr. Aus allen Richtungen strömen die Aktiven des Posauenchors Enzweihingen auf den Platz vor der Martinskirche. Dick eingemummt packen die Musiker bei minus fünf Grad ihre Instrumente aus. „Der Heilige Abend ist ein Selbstläufer. Da kommen alle“, freut sich Dirigent Holger Rentschler.
Selbst aus Amerika eilt ein Bläser zum Kurrendeblasen nach Enzweihingen. Christoph Schmid ging vor drei Jahren über den großen Teich – am Heilig Abend war er aber mit seinem Instrument präsent.
An neun Stationen im Ortsgebiet und in Pulverdingen spielen die rund 60 Bläser des Posauenchors an diesem Nachmittag weihnachtliche Lieder. Dann geht es noch ins Altenheim nach Mühlacker. „Das ist aber auf freiwilliger Basis“, sagt Dirigent Rentschler.
Vor der Kelter in Gündelbach stehen die Menschen Schlange vor dem Glühweinstand. „Das ist doch toll, dass so viele Leute kommen“, freut sich Ortsvorsteher Thomas Fritzlar. Traditionell eröffnet der Orchesterverein Horrheim seine Weihnachtstour um 14 Uhr in Gündelbach. Um 15 Uhr beginnt dann das Konzert in Horrheim. „Die zwei Termine haben einfach Tradition und alle machen gerne mit“, sagt Orchestervereinschef Manfred Hapy. Bei Kinderpunsch und Glühwein lauschen die Zuhörer den Klängen der Musiker unter der Leitung von Jochen Serr.
Großes Publikum hat traditionsgemäß an Heiligabend der Musikverein Vaihingen auf dem Marktplatz. Das Weihnachtskonzert unter dem Dirigat von Musikdirektor Bruno Gießer ist zwischen den Gottesdiensten um 16 und 18 Uhr in der Stadtkirche platziert. Eine perfekte Einstimmung auf das Fest.
Seit wann gibt es eigentlich das Weihnachtskonzert auf dem Marktplatz? Gerhard Scheck, Ehrenvorsitzender des Musikvereins Vaihingen muss überlegen: „Ich bin seit 1966 im Verein, aber das Konzert gab es schon früher.“ Allerdings nicht in diesem großen Rahmen. „Zu früheren Zeiten waren vielleicht zehn, zwölf Musiker zusammen und noch einmal die gleiche Anzahl von Besuchern“, lacht Scheck. Seit über zehn Jahren hat das Konzert auf dem Marktplatz andere Dimensionen. Der Musikverein tritt in kompletter Besetzung auf, mehrere hundert Menschen hören zwischen den Gottesdiensten die passenden Lieder zur Weihnachtszeit.


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