Montag, 21. Mai 2012

Rückblick des Bürgermeisters


Feuerwehrgerätehaus: Neubau oder Sanierung? Foto. Bögel
Feuerwehrgerätehaus: Neubau oder Sanierung? Foto. Bögel

Sersheim (ub) – Schelte in Richtung Markgröningen, Lob für den Gemeinderat und die Verwaltung, Perspektiven und eigene Verdienste – der Jahresrückblick von Bürgermeister Jürgen Scholz in der Sitzung des Sersheimer Gemeinderats am Freitagabend bot einige Facetten. Bürgermeister-Stellvertreter Edgar Wurster bescheinigte Scholz „Weitblick, Ideen und eine glückliche Hand“.
Das Gewerbegebiet Eichwald – im Zweckverband ist Sersheim beteiligt – bezeichnete der Verwaltungschef als „Erfolgsstory schlechthin“. Es sei natürlich ein Glücksfall gewesen, dass die Firma Porsche 26 Hektar und weitere zehn Hektar als Optionsfläche in einem Streich gekauft hätte. „Leipzig war zuerst vorgesehen, nur durch die Intervention der Stadt Bietigheim konnte das hier in der Region entstehen.“ 400 bis 500 Arbeitsplätze sollen durch das Ersatzteillager des Autobauers geschaffen werden. Im März steht der nächste Bauantrag für das Zentrum an – Scholz: „Zug und Zug können wir hier aufsiedeln.“
Deutliche Worte fand Scholz am Freitagabend für seinen Kollegen Rudolf Kürner aus Markgröningen. „Der hat doch keine Ahnung und verarschen kann ich mich selbst“, so das Originalzitat von Scholz. Am Donnerstag hatte Kürner angekündigt, dass die Strecke von Markgröningen in den Stadtteil Unterriexingen für Laster gesperrt werden soll. „Somit haben wir wenigstens die Laster draußen, die ins Gewerbegebiet Eichwald fahren“, sagte Kürner. Auch die Verbindung von Sachsenheim nach Unterriexingen sollte für Laster geschlossen werden. Dem Eichwald würde eine Verkehrsanbindung ohne Ortsdurchfahrten zugeschrieben, also würde man die Verbindung durch Unterriexingen auch nicht mehr benötigen. Markgröningen habe sein Hausaufgaben gemacht.
Als „Unterschrift des Jahres“ bezeichnete Scholz eine Handlung im Herbst dieses Jahres. Vorzeitig wurde der letzte Kredit der Kommune abgelöst „und wir sind jetzt tatsächlich ohne Schulden“. Und so kann Kämmerer Thomas Riedel seinen Etat für 2008 ohne Bürden am 10. Januar offiziell einbringen. Mit der Gestaltung der drei Kreisverkehre auf Markung Sersheim sei eine jahrelange Diskussion beendet. Scholz: „Und es ist doch toll, wenn der Super-Penny-Kreisel mit dem Ortswappen ähnlich wie das Ku(h)riosum in Bietigheim damals debattiert wird.“ Der Bürgermeister appellierte in seinem Rückblick an die Bevölkerung, das Angebot des Cap-Marktes in der Ortsmitte besser zu nutzen. „Das Warenangebot ist sehr gut, zwar muss man etwas mehr Zeit mitbringen, aber das ist doch kein Problem.“
Das Baugebiet Damm-/Brunnenstraße habe im Vorfeld „richtig Nerven“ gekostet. Die Erschließung des Areals soll bis September/Oktober nächsten Jahres fertig sein. Das Pflegeheim „Haus am Schlösslesbrunnen“ bezeichnete Scholz als den richtigen Weg. „Es ist in der Bevölkerung akzeptiert.“
„Wir brauchen uns vor anderen Gemeinden nicht verstecken. Im Gegenteil: Wir haben unsere Hausaufgaben gut erledigt“, bilanzierte der Schultes. Konkrete Projekte für das kommende Jahr wollte der Bürgermeister noch nicht nennen. „Aber ich habe schon ein paar Sachen im Kopf.“ So gibt es bereits genug Themen für die Klausurtagung des Gemeinderats im Januar. Mit auf der Agenda steht da beispielsweise das Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte. Sanierung oder Neubau ist hier das Thema.
Weiterhin soll die Substanz der kommunalen Gebäude gesichert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Feldwegesanierung sowie die Erneuerung von Straßen und Gehwegen sind weitere Vorhaben, die in den nächsten Jahren auf Sersheim zukommen.
SPD-Gemeinderat Edgar Wurster freute sich in seiner kurzen Erwiderung über die Entwicklung der Gemeinde: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir einmal einen schuldenfreien Haushalt haben. Das eröffnet natürlich Perspektiven. Darauf bin ich gespannt.“


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