Montag, 21. Mai 2012

Figuren zeigen Kernkompetenzen


Bei der Einweihung wurde das Kunstwerk eingehend begutachtet. Foto: Schmid

Vaihingen (phs) – Im CJD Jugenddorf Schloss Kaltenstein wurde gestern ein Kunstwerk enthüllt. Die Skulptur gestalteten die Teilnehmer einer Maßnahme für Langzeitarbeitslose. Das Kunstwerk zeigt die vier Kernkompetenzen des deutschen Jugenddorfwerks.

Rund 15 junge Menschen waren fast ein Jahr lang damit beschäftigt, auf Schloss Kaltenstein eine Skulptur zu gestalten. Bei den 15 Helfern handelt es sich um Langzeitarbeitslose unter 25 Jahren, die an der Maßnahme „Work + Basic“ teilgenommen haben. Das Kunstwerk, welches im Rahmen des 60-jährigen Bestehens des deutschen CJD Jugenddorfwerks entstand, wurde gestern auf Schloss Kaltenstein enthüllt und eingeweiht. Das Ziel der „Work + Basic“-Maßnahme war es, die jungen Menschen durch bildende Kunst wieder in einen geregelten Arbeitsalltag zurück zu führen.

Etwa 70 Quadratmeter umfasst die Freifläche, auf der das Kunstwerk steht. „Für das Modellieren des Bodens haben wir einen Bagger gebraucht“, sagt Projektleiter Jürgen Nagelschmidt. Da das Kunstwerk auf dem Schlossgelände entstand, konnten sich die Künstler persönlich hinters Steuer setzen.

Die Skulptur besteht aus fünf Steinbrocken, die von fünf Kontinenten der Erde stammen. „Das soll den internationalen Auftrag des Jugenddorfwerks verdeutlichen“, erläutert Künstler Martin Opitz, der das Gebilde gemeinsam mit den 15 jungen Menschen gestaltet hat.

In den zentralen Hauptstein sind 21 Bronzefiguren eingearbeitet. „Die Figuren zeigen die vier Kernkompetenzen der Jugenddörfer“, erklärt der Leiter vom CJD Jugenddorf Schloss Kaltenstein, Klaus-Dieter Drensek. Diese seien musische Bildung, Religionspädagogik, politische Bildung, sowie Sport- und Gesundheitspädagogik. Für die Herstellung der 21 Bronzefiguren war einiges an Fingerspitzengefühl gefragt. „Es mussten zuerst aufwendige Wachsmodelle hergestellt werden“, sagt Projektleiter Jürgen Nagelschmidt. Die Bronzefiguren seien dann mit Hilfe der Modelle bei einer Firma in Öschelbronn gegossen worden.

Um den internationalen Charakter der Jugenddörfer zu unterstreichen, wurden um die Skulptur herum zur Einweihung jede Menge Mini-Landesflaggen platziert. Drensek: „Die werden wir aber wieder wegnehmen und ein Mobile daraus bauen.“

Für Jugenddorfleiter Klaus-Dieter Drensek war die Enthüllung des Gebildes eine Premiere: „In meiner CJD-Laufbahn durfte ich noch nie ein Kunstwerk einweihen.“ Die Leistung der 15 Helfer habe seinen Respekt verdient. Und auch Projektleiter Nagelschmidt findet, dass „eine ganz tolle Arbeit“ geleistet wurde. Anita Götz von der Vaihinger SPD fand ebenfalls lobende Worte: „Die SPD in Vaihingen steht, wie ich selbst auch, voll hinter dem Anliegen des Jugenddorfs. Was ihr geleistet habt ist Klasse.“


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