Montag, 21. Mai 2012

Erschließung "perfekter Standort"


Hier wird weiter erschlossen. Foto: Arning
Hier wird weiter erschlossen. Foto: Arning

Vaihingen (aa) – Jetzt pressiert’s! Um die Ansiedlung der Deutschen Lagerhaus GmbH auf dem „perfekten Standort“ zu ermöglichen, muss ein weiterer Abschnitt erschlossen und der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Der Vaihinger Gemeinderat befasst sich am Mittwoch (18 Uhr, Rathaus) mit dem Thema.
Der Zeitplan ist äußerst eng. Bereits im Juli 2008 will der Logistiker, der die dm-Drogeriemarkt-Kette versorgt, eine Halle in Betrieb nehmen. Daher müssen die Erschließungsarbeiten spätestens Ende Januar/Anfang Februar gestartet werden. Die Tiefbauarbeiten werden bei der Stadtverwaltung noch im Dezember ausgeschrieben; die Submission ist Mitte Januar vorgesehen.
Kalkuliert wird mit diesen Kosten: rund 800000 Euro für den Straßenbau (rund 450 Meter und Stellplätze für 18 Lkw-Züge), etwa 400000 Euro für die Kanalisation, 150000 Euro für die Wasserleitungen. Im Haushaltsplan 2008, der am Mittwoch verabschiedet wird, sind entsprechende Mittel bereitgestellt.
Der zu erschließende Bereich liegt im nordwestlichen Teil des insgesamt 85 Hektar großen Gewerbegebietes westlich der Otto-Hahn-Straße. Ursprünglich sollte der Bereich mit einer Ringstraße erschlossen werden (Westerholzring). Diese Straße wird jetzt entfallen, da das gesamte Gelände von der Deutschen Lagerhaus GmbH benötigt wird. Da umfangreiche Zufahrten (insgesamt vier) geschaffen werden müssen, ist es nach Darstellung des Tiefbauamtes schwierig, eine ursprünglich hier eingeplante Umladestation für ein Industriegleis einzuplanen. Auch die Weiterführung eines Industriegleisanschlusses in den Südabschnitt des Abschnittes 1 des Gewerbegebietes soll entfallen. Allenfalls für den nördlichen Teil soll die Option für einen Gleisanschluss offen gehalten werden.
Der Ensinger Ortschaftsrat hat sich am 27. November gegen den Wegfall des Gleisanschlusses ausgesprochen. Diesem Vorschlag soll – so die Stadtverwaltung in ihrem Beschlussvorschlag für die Sitzung am 12. Dezember – nicht gefolgt werden. Zur Begründung heißt es unter anderem: Durch die geplante Höhenlage der Gebäude und des Betriebshofes sind die Zufahrten auf unterschiedlichen Höhen anzulegen. Die dort seither geplante Gleistrasse müsste jedoch mit einem einheitlichen Gefälle durchgeführt werden, was nur mit einem großen Aufwand und mehreren Rampen möglich ist. Die Option für einen Gleisanschluss an der Nordseite des Grundstücks der Deutschen Lagerhaus GmbH würde einen Anschluss in Richtung Süden ebenfalls nur durch einen Einbau von Stützmauern und Rampen möglich machen – mit erhöhten Baukosten. Und für den südlichen Teil des Gewerbegebietes sei kein potenzieller Käufer bekannt, der einen Gleisanschluss benötige.
Das von der Deutschen Lagerhaus GmbH gekaufte Gelände ist rund acht Hektar groß. Hier sollen zwei Hallen, Ausmaße jeweils 250 x 80 Meter, entstehen, was am Ende einer Lagerfläche von 40000 Quadratmetern entspricht.


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