Vaihingen (wes) – Ein gut besuchtes Benefizkonzert veranstaltete der Förderverein des Lions Club Vaihingen am Sonntag in der Stadtkirche. Mit dem Erlös unterstützt der Verein nicht nur wichtige Projekte in Vaihingen selbst, sondern beteiligt er sich auch an einem internationalen Hilfsprojekt des Lions Club in Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission (die Vaihinger Kreiszeitung hat ausführlich berichtet).
Das Konzert war insofern eine musikalische Delikatesse, als dass es vom Chor „Vocalis“ aus Bietigheim-Bissingen eindrucksvoll gestaltet wurde. Doch bevor sich die Sängerinnen und Sänger im Altarraum der Stadtkirche aufstellten, begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins des Lions Club Vaihingen, Stefan Heffner, die Besucher und erläuterte die Projekte, für die der Verein mit dem Benefizkonzert Spenden sammeln würde. Das Projekt „Faustlos“, das bereits seit einigen Jahren in Vaihinger Kindergärten sowie an der Wilhelm-Feil-Schule als Gewaltpräventionsprogramm erfolgreich durchgeführt wird, soll auf weitere fünf Kindergärten in Vaihingen und in den Stadtteilen ausgeweitet werden. Ferner erhält das CJD-Jugenddorf Schloss Kaltenstein Zuwendungen, damit für die Ausbildung von Jugendlichen erforderliche Geräte beschafft werden können.
Das internationale Hilfsprojekt hilft in Afrika bei der Ausbildung von Augenärzten sowie bei der Finanzierung von Augenoperationen an dort lebenden Menschen, die von Blindheit bedroht sind. Die Christoffel-Blindenmission ist dafür der Partner des Lions Club. Dabei erfuhren die Besucher des Benefizkonzerts auch, dass der weiße Blindenstock eine Erfindung des Lions Clubs ist.
Unter der Leitung von Ralf Schwarzien entfaltete sich der Chor „Vocalis“ aus Bietigheim-Bissingen im Verlauf der vergangenen Jahre zu einem außergewöhnlichen Vokal-Ensemble, das sich mit hoch entwickelter Stimmenkultur und aus ursprünglicher Sangesfreude der Mitglieder gewachsenen Gestaltungskraft ein breit angelegtes Repertoire an geistlichen und weltlichen Chorwerken erarbeitete. Damit erzielte der in allen Stimmen sehr gut und ausgewogen besetzte Chor nicht nur große Anerkennung bei den Besuchern ihrer Konzerte, sondern überdies eine Reihe bedeutender Preise.
Auch während des Benefizkonzerts in der Stadtkirche beglückte der Chor mit einem vielseitigen Programm, in dem sich Chorwerke zeitgenössischer Komponisten, wie etwa des in London lebenden Tonschöpfers John Rutter oder des Ungarn Zoltan Kodal, der die Musik des 20. Jahrhunderts in dessen erster Hälfte wesentlich prägte, mit traditionellen oder populären Songs aus verschiedenen Ländern der Erde abwechselten. Vor allem im ersten Teil des Konzerts standen ernstere Stücke auf dem Programm, in denen „Weihnachten“ besungen wurde.
Im zweiten Teil wurden gleichfalls Chorwerke aufgeführt, die zum Thema des Konzerts „Beziehungen und Begegnungen“, wie es Chorleiter Ralf Schwarzien zu Beginn ankündigte, passten. Da war das Lied „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer ebenso zu hören wie etwa Songs von Carole King oder anderen amerikanischen Komponisten. Die Stimmungen der einzelnen Titel wechselte und so entstand eine bunte, aber höchst anspruchsvolle Mischung aus ernster und unterhaltender Musik. Einige Stücke begleiteten Michael Karbach (Piano), Dieter Hattemer (Bass) und Yorck Wichardt (Schlagzeug), doch die Mehrzahl der Titel sang der Chor „Vocalis“ mal beschwingt und heiter, mal mit sehr inniger Gestaltungsfülle a capella. Susanne Weiß aus Vaihingen wirkte als Co-Dirigentin oder begleitende Pianistin bei dem anspruchsvollen Benefizkonzert mit, das von den Besuchern mit lang anhaltendem Beifall aufgenommen wurde.
