Montag, 21. Mai 2012

Strandleben 2010 geht zu Ende




Der Sand muss in den Zehen knirschen. Foto: Rücker
Der Sand muss in den Zehen knirschen. Foto: Rücker

Vaihingen (sr). Zum sechsten Mal neigt sich das Vaihinger Strandleben dem Ende zu. Die Bilanz der Organisatoren ist positiv. Der nächste Sandspaß auf dem Marktplatz soll erst wieder 2012 stattfinden. Jährlich sei die Aktion momentan nicht zu stemmen.
 Ulrike Schmidt-Hitschler braucht für Begeisterung keine schrillen Töne. „Es war halt wieder schön“, sagt die Vaihingerin. Inbrunst und Wehmut schwingt in ihrer Stimme mit, denn das Strandleben wird am Dienstag enden.
Schmidt-Hitschler ist eine der sechs Frauen vom harten Kern des Organisations-Teams. „Viele, viele, viele haben geholfen“, stellt Schmidt-Hitschler gleich klar. Zum sechsten Mal seit 2001 konnte in Vaihingen mitten auf dem Marktplatz im Sand gespielt werden. Nur zwei kleine Wermutstropfen fallen Schmidt-Hitschler zu der diesjährigen Bürgeraktion ein. Der Kiosk am Sand konnte nur ab und zu öffnen und das Wetter war durchwachsen.
Die guten Nachrichten: Es gab weder Vandalismus, keine Schirme und Holzklappstühle wurden zerstört oder geklaut. Neu war der Leuchtturm des Vereins Holzwurm, der beim nächsten Mal mehr genutzt werden soll. Schmidt-Hitschler: „Der ist toll.“
Bei der vorläufigen Abrechnung für den diesjährigen Spaß im Sand schlagen folgende Posten zu Buche: Der Transport des Sandes (1200 Euro), wobei das Material von der Firma Zimmermann gespendet wird. Schmidt-Hitschler: „Es tritt ja immer Schwund auf.“ Die Kosten für das WC (200 Euro). Die Auffrischung der Schrift an den Schildern und Bannern fürs Strandleben (200 Euro). Nicht zuletzt die Arbeit des Bauhofs, die sonst mit bis zu 2500 Euro veranschlagt wurde. Nun hat die Stadtverwaltung die Zahl auf einen Pauschalbetrag von 1000 Euro reduziert. Darüber sind die Organisatoren sehr froh. Das erleichtere das Spendensammeln, das Schmidt-Hitschler als großen Kraftakt bezeichnet.
Circa 20 ehrenamtliche Helfer haben sich in den 48 Tagen zweimal täglich um den Sandstrand gekümmert. Müll einsammeln, Toiletten kontrollieren und eventuelle Schäden melden waren deren Aufgaben am Sand. Hans Epple aus Vaihingen, ein „berühmter Schweißer“, hat die Ständer für die Sonnenschirme gemacht und muss unbedingt erwähnt werden, sagt Schmidt-Hitschler. Die sommerlichen Utensilien kamen über Nacht immer an einen sicheren Ort. Schirme und Stühle wurden jeden Abend in einen städtischen Schuppen am Marktplatz geschleppt. Und morgens wieder hinaus. Thomas Hitschler und Hans Epple hatten sich dieser Aufgaben angenommen. „Das ist gut für die Kondition“, kommentiert Schmidt-Hitschler.
Ab Mittwoch müssen die Sachen bis zum nächsten Strandleben 2012 sicher unterkommen. Der Leuchtturm wird beim Bauhof gelagert. Die Klappstühle verschwinden bis zum nächsten Einsatz in Privatkellern. Vor ihrem nächsten Auftritt werden die Stoffbahnen erneut gereinigt.
Und die Organisatoren müssen Ersatz für Sabine Gassner finden. Sie war seither die hauptverantwortliche Person des Vaihinger Strandlebens. Interessenten für diesen Posten dürfen sich gerne unter der Telefonnummer 0 70 42/97 91 68 bei Ulrike Schmidt-Hitschler melden.
Ob sich die Macher einen jährlichen Sandstrand in Vaihingen vorstellen können? „Die Stadtverwaltung hat uns auch schon gefragt“, sagt Schmidt-Hitschler. Da schlagen hörbar zwei Herzen in ihrer Brust. Persönlich würde sie das toll finden. Aber: „Es ist wahnsinnig viel Arbeit, das wird unterschätzt.“ Und ob sich die Finanzierung aus Spenden jährlich stemmen ließe, steht auch in den Sternen. Gatte Thomas hege Bedenken, dass die Aktion dann nicht mehr geschätzt werden würde.
Gespendet werden darf natürlich immer noch. Auch Buttons können weiterhin gekauft werden. Thomas Hitschler schwebe zum Beispiel der Kauf von kleinen Klapp-stühlen für die Sandkinder vor. Ebenso soll die nächste Aktion schon mal ein ordentliches finanzielles Polster erhalten.
Spenden unter dem Stichwort „Strandleben“ an die Vaihinger Stadtkasse, Kontonummer 8 801 270, Kreissparkasse Ludwigsburg, Bankleitzahl 604 500 50.




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