Eberdingen (ub). In der achten Folge des VKZ-Sommerrätsels geht es heute nach Eberdingen, als erstem Teilort der Dreiergemeinde. Vier Fragen sind zu beantworten.
Als Preis gibt es natürlich wieder einen lokalen Gewinn. Dieses Mal hat Obstbau Beck einen Gutschein über 20 Euro für den Gewinner zur Verfügung gestellt.
Die in der baden-württembergischen Gemeindereform im Jahr 1975 durch Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Eberdingen, Hochdorf/Enz und Nussdorf neu gebildete Gemeinde Eberdingen liegt am Rande des seit dem 6. vorchristlichen Jahrtausend besiedelten Landes um den mittleren Neckar und hat Teil an dessen reicher historischer Tradition. Die frühesten Zeugnisse dieser alten Vergangenheit sind Siedlungs- und Bestattungsplätze, die von der Jungsteinzeit über die Kelten bis zu den Römern die Anwesenheit einer Bevölkerung belegen, die vorzugsweise von Ackerbau und Viehzucht lebte, einer Wirtschaftsform, die über Jahrtausende hinweg bis weit in unser Jahrhundert hinein das Leben der Menschen bestimmen und prägen sollte. Ab 260 nach Christus überwanden die aus Thüringen und den Gebieten um die mittlere Elbe kommenden Alemannen die römische Grenzbefestigung, den Limes, hinter dem geschützt auch die heutigen Markungen der drei Ortsteile rund 170 Jahre lang Teil des römischen Weltreiches waren und besiedelten nach und nach ganz Südwestdeutschland, das Elsass und die Nordschweiz. Auch bei uns hinterließen sie Spuren ihrer Anwesenheit. Die nach schweren kriegerischen Auseinandersetzungen um 500 erfolgte Eingliederung weiter alemannisch besiedelter Landstriche in das Frankreich Chlodwigs brachte in der Folgezeit die Einführung des christlichen Glaubens und damit verbunden die Gründung von Kirchen, die in Eberdingen und Nussdorf dem besonders von den Franken favorisierten Heiligen Martin und in Hochdorf/Enz dem ebenfalls beliebten Pankraz geweiht wurden. Eine weitere, durch die fränkische Eroberung wirksam gebliebene Veränderung, war die Verschiebung der alemannisch-fränkischen Sprachgrenze nach Süden hin: die drei Dörfer liegen noch heute am Rande des Übergangsbereiches zwischen der fränkischen und schwäbischen Mundart.
Gleichfalls stammen aus der Epoche die Namen aller drei Ortschaften, wobei Eberdingen aufgrund seiner Namensform zum ältesten Bestand der Dorfgründungen gehört, der durch die Dörfer mit den Endungen -ingen und -heim gekennzeichnet ist. Hochdorf/Enz und Nussdorf sind jüngeren Datums und werden der sogenannten älteren Ausbauzeit zwischen 600 und 900 zugeordnet, wobei Hochdorf/Enz mit seinem schematisch gebildeten Namen, der in Baden-Württemberg noch weitere siebenmal vorkommt, höchstwahrscheinlich von Enzweihingen aus gegründet wurde. Ganz allgemein kann gesagt werden, dass diese früheren Jahrhunderte mangels schriftlicher Quellen und archäologischer Untersuchungen ziemlich im Dunkel liegen, das sich nur etwas für Hochdorf/Enz aufhellt, da es zu den Siedlungen gehört, die im 8. und 9. Jahrhundert in den Schenkungsbüchern der Klöster Fulda und Lorsch erwähnt werden.
Das Wappen der gemeinde Eberdingen: In Gold (Gelb) aus den Kuppen eines grünen Dreibergs wachsen drei grüne Rosenzweige (die beiden äußeren schräg gekreuzt), von denen jeder eine fünfblättrige rote Rose mit grünen Kelchblättern trägt. Das Wappenschild der Gemeinde stellt eine auf die Vereinigung der Orte Eberdingen, Hochdorf/Enz und Nussdorf bezogene Abwandlung des Wappens im Eberdinger Gerichtssiegel von 1593 dar. Das letztere enthielt drei aus dem Dreiberg herauswachsende Rosenzweiger, von denen zwei an ihrer Spitze - in den beiden Schildecken - je eine Rose tragen. Die Abbildung der Rose in diesem nahezu 500 Jahre alten Wappen des früheren Ortes Eberdingen hat ihren Ursprung im Wappen der damaligen Ortsherren, der Grafen von Eberstein. Die Gemeinde führt eine Flagge in den Farben „Rot - Gold“.
Die relativ günstige zentrale Lage im Mittleren Neckarraum und die daraus resultierende ständige und große Nachfrage nach Baugelände hat seit der Neubildung der Gemeinde im Jahr 1975 (mit damals rund 4250 Einwohnern) zu einer Vergrößerung des Ortes auf heute rund 6590 Einwohner geführt. Landschaftlich reizvoll im Übergangsbereich vom Strohgäu zum Heckengäu und etwas außerhalb der großen Verkehrsströme gelegen, ist es gelungen, den dörflichen Charakter der Gemeinde und ihrer Ortsteile weitgehend zu erhalten.
Und noch eine Nachricht können wir in dieser Geschichte verpacken: Pfarrerin Dorothee Lächler wird ab November 2010 eine neue Pfarrstelle, nämlich die in Löchgau, im Dekanat Besigheim, übernehmen. Dies hat Pfarrerin Lächler dem Kirchengemeinderat und der Kirchengemeinde bekanntgegeben. Lächler ist seit April 2000 Pfarrerin in Eberdingen. Seit September 2008 gehört zum Dienstauftrag auch das Altenheim Karl-Gerok-Stift in Vaihingen. Die Verabschiedung von Lächler wird im Gottesdinest am 31. Oktober 2010 sein. Nach den Sommerferien wird das „Besetzungsverfahren“ beginnen.
Die Pfarrstelle Eberdingen wird dieses Mal im sogenannten „Benennungsverfahren“ durchgeführt. Das bedeutet, dass vom Oberkirchenrat nur ein/e Bewerber/in vorgeschlagen werden wird. Die Entscheidung, ob dieser Vorschlag dann angenommen oder abgelehnt wird, trifft das „Besetzungsgremium“.
Das sind die Mitglieder des Kirchengemeinderats, ein Vertreter der Kirchenbezirkssynode – der die Belange des Bezirks einbringen soll – und weil das Karl-Gerok-Stift mit zum Dienstauftrag gehört – auch voraussichtlich zwei Vertreter aus dem Kirchengemeinderat Vaihingen.
Eberdingen (ub). Heute sind nur vier Fragen über Eberdingen zu beantworten, um an das richtige Lösungswort heranzukommen. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein über 20 Euro, der im Laden von Obstbau Beck in Eberdingen einzulösen ist.
Frage 1: Wie heißt die Pfarrerin von Eberdingen, die die Gemeinde bald verlässt? Vom Vornamen brauchen wir den ersten Buchstaben.Frage 2: Wie heißt der Bürgermeister von Eberdingen? Vom Nachnamen reicht der letzte Buchstabe,Frage 3: Welche roten Früchtchen machen Eberdingen über die Kreisgrenzen hinaus bekannt? Zur Lösung benötigen wir den ersten Buchstaben.Frage 4: Wie heißt die ortsbildprägende Kirche in der Ortsmitte? Mit dem fünften Buchstaben kommen wir der Lösung näher.In der Reihenfolge der Fragen ergibt sich das Lösungswort. Einsendeschluss ist am kommenden Dienstag um 12 Uhr. Die Lösung an die VKZ-Redaktion, Marktplatz 15 in 71665 Vaihingen. Per Fax: 07042/919-99, per Mail: info@vkz.de. Viel Spaß beim Raten!
