Montag, 21. Mai 2012

Illingen stellt touristische Ziele vor




Bürgermeister Harald Eiberger und Margrit Gaupp stellen am Sonntag in Zaberfeld die Gemeinde Illingen vor. 	Foto: Elsässer
Bürgermeister Harald Eiberger und Margrit Gaupp stellen am Sonntag in Zaberfeld die Gemeinde Illingen vor. Foto: Elsässer

Illingen/Zaberfeld (elf). Insgesamt 44 Städte und Gemeinden sind Mitglieder des Tourismusverbands Kraichgau-Stromberg. Ziel des Verbands ist es, die Region im Sinne des nachhaltigen Tourismus weiter zu entwickeln. Mit im Boot ist auch die Gemeinde Illingen, die sich am Samstag beim Naturparkzentrum in Zaberfeld an der Ehmetsklinge präsentieren wird.
Zugegeben: Um eine Tourismus-Hochburg handelt es sich bei Illingen nicht. Vielmehr glänzt die Doppelgemeinde am östlichsten Zipfel des Enzkreises als Ziel für Besucher und Tagestouristen. Und wenn man genau hinsieht, haben Illingen und Schützingen tatsächlich einiges an Sehens- und Wissenwertem zu bieten. „Manches davon erschließt sich einem erst auf den zweiten Blick“, weiß auch Bürgermeister Harald Eiberger und erwähnt neben der Landschaft und der Württembergischen Weinstraße auch die Fachwerkstraße sowie die Schnapsbrennerei Glaser in Schützingen. Verwaltungsmitarbeiterin Margrit Gaupp ergänzt und zählt neben dem Illinger Posthof, der benachbarten Cyriakuskirche und der Ölmühle auch das Geburtshaus von Gottlob Banzhaf in der Kirchstraße auf. Banzhaf ist am 19. November 1858 in Illingen geboren und verstarb am 11. Oktober 1930 in Stuttgart. Nach dem Tod seines Schwagers Christian Schmidt war Banzhaf von 1884 bis 1910 erster Direktor der Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik AG. Sein Verdienst walpr es, dass aus diesem Unternehmen die weltbekannten NSU-Werke (später Audi) wurden. Auf seinen Wunsch hin wurde Gottlob Banzhaf im Familiengrab auf dem alten Friedhof in Illingen beerdigt. Dort liegt auch der Pädagoge und Schulreformer Christian Heinrich Dillmann, der am 30. Dezember 1829 in Illingen geboren wurde und am 18. Dezember 1899 starb. Dillmann entwickelte in Württemberg den Schultyp des Realgymnasiums. Den alten Friedhof, der mittlerweile parkähnlich angelegt ist, zählt Margrit Gaupp ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten von Illingen.
Zu einem Magneten avancieren seit rund einem Jahr die Ortsführungen von Naturparkführer Roland Straub, der mit spannenden Anekdoten viel Wissenswertes über Illingen und Schützingen, das Fachwerk und die Weinberge erzählt. Er leitet auch die beliebten Menüwanderungen in Schützingen, die nach dem Motto „Gerichte und Geschichte“ von Gaststätte zu Gaststätte führen, wobei sowohl im Weinberg als auch im Ort viel Historisches zu erfahren ist.
Am Sonntag (29. August) wird sich die Gemeinde Illingen von 11 bis 17 Uhr beim Naturparkzentrum in Zaberfeld an der Ehmetsklinge präsentieren. In einem Zelt wird es an einem Stand Informationen über die Gemeinde Illingen von Bürgermeister Harald Eiberger und Verwaltungsmitarbeiterin Margrit Gaupp geben. Sebastian Zaiß vom gleichnamigen Weingut in Schützingen wird mit einer Weinverkostung präsent sein. Dort wird es auch ein Quiz geben: An einer sogenannten Duftorgel gilt es, verschiedene Obstaromen zu erschnuppern. Auch die Illingerlp Ölmühle wird vertreten sein. Bei Helga Krauth wird es darum gehen, verschiedene Ölsorten zu erraten. Einen musikalischen Beitrag wird Lerntherapeutin Mary Fischer mit ihrer Drehorgel beisteuern. Hans-Ulrich Michels vom Kleintierzuchtverein Illingen wird für die Kinder einen Streichelzoo mit Ziegen bereit halten.
Als Schmankerl bietet die Gemeinde Illingen einen Bustransfer an. Gegen einen geringen Beitrag von zwei Euro pro Person kann man statt mit dem eigenen Pkw bequem mit dem Bus nach Zaberfeld fahren. Um 10.30 Uhr fährt der Bus am Bahnhof Illingen ab. Um 10.40 Uhr kann in Schützingen an der Bushaltestelle bei der Festhalle zugestiegen werden. Die Abfahrt für die Rückreise von Zaberfeld nach Illingen ist für 14 Uhr terminiert. Wer mit dem Bus nach Zaberfeld fährt, erhält dort einen ermäßigten Eintritt in den Naturpark von 1,50 statt 2,50 Euro. Wer nur den Infostand der Gemeinde Illingen besuchen will, muss nicht in den Naturpark gehen, da das Zelt außerhalb stehen wird.
Bürgermeister Eiberger hofft nun auf ein reges Interesse. Rund 150 Besucher seien jeweils bei den Gemeinden gekommen, die sich vor Illingen präsentiert haben. Ein gutes Zeichen, schließlich würden in der Region im Bereich Tourismus mehr Menschen arbeiten als in der Landwirtschaft. Harald Eiberger kennt den touristischen Wert der Schwäbischen Toskana: „Man muss nicht immer nach Mallorca reisen.“




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